Stadt und Freistaat gefordert

Streit um Schule in Feldmoching: „Das Gymnasium kann nicht warten“

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Der BA Feldmoching-Hasenbergl fordert von Stadt und Freistaat endlich eine Bildungseinrichtung für den Münchner Norden. 

Bis die Kinder im Münchner Norden endlich ein Gymnasium besuchen können, wird es noch dauern. Daher soll wenigstens bei der Übergangslösung auf die Tube gedrückt werden. 

München - Stadt und Freistaat sollen in Sachen Schule für den Münchner Norden endlich handeln, fordert der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl. Das Gremium verlangt fraktionsübergreifend, dass schnellstmöglich ein Gymnasium auf den Weg gebracht wird, und zwar schon für das Schuljahr 2018/2019. Die Bildungseinrichtung soll als provisorischer Containerbau auf dem Lerchenauer Feld nahe der Bergwachtstraße errichtet werden und fünfzügig sein. Für den Sportunterricht schlägt das Gremium eine Traglufthalle vor.

Seit Jahren fordern Lokalpolitiker ein Gymnasium für den 24. Bezirk. Ebenso wie in Aubing-Lochhausen-Langwied und an der Schwanthalerhöhe gibt es diesen Schultyp in Feldmoching-Hasenbergl bisher nicht. Dabei liegt das Viertel hinsichtlich des Anteils an Kindern und Jugendlichen in der Bevölkerung an achter Stelle der 25 Stadtbezirke. Aktuell müssen die Gymnasiasten vor Ort weite Schulwege auf sich nehmen. Viele fahren bis nach Unterschleißheim. „Es muss etwas geschaffen werden, um die nächsten 15 Jahre zu überbrücken, bis ein richtiges Gymnasium im Bezirk gebaut wird“, forderte BA-Mitglied Martin Obersojer jun. (CSU).

BA: Gymnasium „muss vor der Wohnbebauung fertiggestellt sein“

Zwar ist in der Münchner Schulbauoffensive 2013-2030 der Standort Bergwachtstraße verzeichnet. Dort wird in den kommenden Jahren ein neues Wohnviertel entstehen – und langfristig angeblich auch ein Gymnasium. Doch ist der Bedarf heute schon riesig, zumal derzeit weitere neue Wohngebiete im Bezirk entstehen. „Deshalb kann mit der Fertigstellung des neuen Gymnasiums auf dem Gelände Lerchenauer Feld nicht noch weitere Jahre gewartet werden“, heißt es im Antrag. „Es muss vor der Wohnbebauung fertiggestellt sein.“

Zusätzlich fordert der BA die Stadt auf, die Kosten für die Fahrkarten der Oberstufenschülerinnen und -schüler zu übernehmen, die wegen fehlender Plätze im Stadtgebiet gezwungen sind, auf Gymnasien im Umland auszuweichen. 

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