Mehr Standorte in Feldmoching-Hasenbergl

Telefonzellen als Bücherschränke

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Ausrangierte Telefonzellen sollen als Bücherschränke dienen. 

Ausrangierte Telefonzellen sollen als Bücherschränke dienen. Dort kann jeder Bücher einstellen und mitnehmen. 

München - Tauschen statt kaufen. Diesem Motto folgt die Bücherkiste an der Aschenbrennerstraße im Hasenbergl seit 2006. Die Einrichtung der Diakonie bietet etwa 7000 Bücher an. Mehr als 10.000 Menschen nutzen das Angebot pro Jahr, bringen ausgelesene Literatur hin und nehmen im Austausch kostenlos neue mit. So kommen auch Ärmere zu ihrem Lesevergnügen. 

Nun sollen auch andere Viertel im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl in den Genuss des Büchertausches kommen. Die Diakonie will am Lerchenauer See und in Ludwigsfeld ausrangierte Telefonzellen aufstellen. Diese sollen als wettergeschützte Bücherregale dienen. Betreut würden sie durch Langzeitarbeitslose und psychisch Erkrankte. Der Unterhalt der Betreuer und der Bücherzellen ist gesichert. 

Nur für die Anschaffung der Telefonzellen sucht die Diakonie noch Unterstützer. Der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl und zwei Bürgervereine haben Hilfe signalisiert. Sie schlugen zudem weitere Standorte für den Büchertausch vor: die Fasanerie und die Lerchenau. BA-Mitglied Reinhard Bauer (SPD), selbst Autor zahlreicher historischer Schriften, ist begeistert: „Ich werde Sachen aus meinen Beständen mit einbringen.“ Auch sei kein Aufschrei der Buchhändler zu erwarten, die durch die Tauschzellen Konkurrenz fürchteten. Im 24. Bezirk gibt es keinen einzigen Buchladen.

mm/tz

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