Ein Dorf in der Großstadt

Feldmoching

Blick auf Feldmoching
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Blick auf Feldmoching

Feldmoching entstand als bajuwarisches Dorf bereits um das Jahr 500. Das historische Zentrum des beliebten Stadtteils zeugt von seiner langen Geschichte.

Feldmoching – Am 26. Oktober 1996 erfolgte die Anbindung von Feldmoching an das Münchner U-Bahn-Netz. An diesem Tag fuhr erstmals die U2 über Hasenbergl bis zur S-Bahn-Station (S1) nach Feldmoching. Die Eröffnung dieser neuen Verbindung führte zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur des Münchner Stadtbezirks. Die U2 führt von Feldmoching über den Hauptbahnhof bis zur Messestadt Ost. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Feldmoching: Die Lage des Münchner Stadtteils

Der Stadtteil Feldmoching liegt im Nordwesten Münchens. Der Stadtbezirk entwickelte sich im Laufe der Geschichte rund um das alte Rathaus und die Kirche St. Peter und Paul. In Feldmoching existieren noch heute viele Bauernhöfe. Mehr als die Hälfte der Fläche des Stadtbezirks wird landwirtschaftlich genutzt.

Geologisch gehört Feldmoching zur Münchner Schotterebene. Die Lage von Feldmoching ist durch die Nähe zu drei Seen geprägt. Dabei handelt es sich um die folgenden Gewässer:

  • Feldmochinger See
  • Fasaneriesee
  • Lerchenauer See

Die Seen bilden gemeinsam die sogenannte Dreiseen-Platte und bieten Einheimischen sowie Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, ihre Freizeit abwechslungsreich zu gestalten. Unter anderem sind hier Grill- und Beachvolleyballplätze, Liegewiesen und Badestellen eingerichtet. Die Wasserqualität aller drei Seen gilt als ausgezeichnet.

Das Naturschutzgebiet Schwarzhölzl gehört ebenfalls zu Feldmoching. Das beliebte Naherholungsgebiet hat eine Größe von rund 80 Hektar und ist von vielen Spazierwegen durchzogen. An dieses Waldgebiet grenzt die Regattastrecke Oberschließheim an. Sie wurde für die Olympischen Spiele 1972 gebaut. Heute nutzen verschiedene Rudervereine das künstliche Gewässer für ihr Training.

Der Stadtteil Feldmoching: Seine Geschichte

Die Entstehung des Stadtteils Feldmoching geht auf die Mitte des ersten Jahrtausends zurück: Damals gründete der Volksstamm der Bajuwaren dort eine kleine Ansiedlung. Im 12. Jahrhundert wurde Feldmoching Teil der Wittelsbacher Grafschaft Dachau. Ende des 16. Jahrhunderts gelangte Feldmoching in den Herrschaftsbereich des bayerischen Herzogs Wilhelm V. der Fromme. Erst im Jahr 1818 erlangte Feldmoching den Status einer eigenständigen Gemeinde. Wie überall in Bayern wuchs auch die Bevölkerung in Feldmoching während der Gründerzeit stark an, aus diesem Grund entstanden die folgenden neuen Siedlungen in Feldmoching:

  • Fasanerie
  • Lerchenau
  • Harthof

Die Geschichte von Feldmoching als Münchner Stadtteil begann am 1. April 1938, als der Ort komplett eingemeindet wurde.

In den 1960er-Jahren expandierte der Stadtteil weiter, der bekannte Architekt Ernst Maria Lang konzipierte die Siedlung Am Hasenbergl. Die wirtschaftliche Entwicklung des Münchner Stadtteils wurde durch die Anbindung an das S- und U-Bahn-Netz gefördert: Seit 1972 hält die S-Bahn S1 in Feldmoching, seit 1996 die U2.

Feldmoching: Bevölkerung und Verwaltung des Stadtteils

Gemeinsam mit Hasenbergl, einem Stadtbezirk östlich von Feldmoching, bildet Feldmoching den Stadtteil 24. Während in Feldmoching rund 11.000 Bewohner leben, sind es im Stadtbezirk 24 Feldmoching-Hasenbergl knapp 62.000. Der Stadtbezirk 24 erstreckt sich über eine Fläche von knapp 29 Quadratkilometern, die Bevölkerungsdichte liegt bei 2.145 Einwohnern je Quadratkilometer.

Der Stadtbezirk Feldmoching bietet als schulische Einrichtungen die Grundschule Lerchenauer Straße und das Gymnasium München-Feldmoching, das erst im Herbst 2020 eröffnet wurde.

Der Stadtteil Feldmoching: Besonderheiten und Charakter

Aufgrund seiner dörflichen Struktur mit ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen und zahlreichen historischen bäuerlichen Gebäuden besitzt Feldmoching viel dörflichen Charme. Auch das Vereinsleben spielt für die Einwohner Feldmochings eine wichtige Rolle und zählt zu den Besonderheiten dieses Stadtbezirks. Neben einigen Sportvereinen bestehen in diesem Münchner Stadtteil seit vielen Jahrzehnten mehrere Vereinigungen, die das ländliche Brauchtum pflegen.

Der populäre Volksschauspieler Walter Sedlmayr (1926 bis 1990) ist der berühmteste Sohn Feldmochings. Einem breiten Publikum wurde er durch seine Fernsehauftritte in den Sendungen „Münchner Geschichten“ und „Polizeiinspektion 1“ bekannt. Ihm zu Ehren wurde der Platz vor dem Bahnhof München-Feldmoching im Jahre 2020 in Walter-Sedlmayr-Platz umbenannt.

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