Streit um seine Geliebte eskalierte

Feringasee-Leiche: Geständnis und makabere Details - „Ich hasse mich für meine Tat“

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Konstantin V. legte ein Geständnis ab.

Konstantin V. gesteht seine Schuld am brutalen Tod seiner Freundin am Feringasee - doch Mord streitet er ab.

München - Die eigene Freundin abgestochen, erdrosselt und verbrannt: Selten gab es schlimmere Vorwürfe vor dem Münchner Landgericht. „Ich bin schuld, dass sie gestorben ist. Es gibt keine Entschuldigung dafür, was ich getan habe“, sagt Konstantin V. (33) – doch einen Mord streitet er ab. Angeblich habe er seine Freundin Beatrice F. (35) im Streit getötet – ohne jede Absicht. „Es war ein schreckliches Unglück“, beteuert V.

Der Feringasee: Hier wurde die Leiche gefunden.

Erstmals spricht der Manager gestern über seine Tat. Im Saal ist es vollkommen still, als Konstantin V. seine einstündige Erklärung verliest. Unter Tränen bittet er die Angehörigen zunächst um Verzeihung. Dann sagt er: „Ich habe Beatrice geliebt, aber hatte eine Geliebte, weil es nicht mehr lief.“

Verhängnisvoller Streit

Durch sie soll es Anfang September 2017 zu dem verhängnisvollen Streit gekommen sein. Denn Beatrice F. erfuhr von der Affäre, als sie früher von einer Dienstreise zurückkam und den Koffer der fremden Frau im Haus sah. Wutentbrannt rief sie Konstantin V. an, stellte ihn zu Hause zur Rede. „Sie machte sofort Schluss mit mir“, sagt Konstantin V. „Ich akzeptierte. Doch sie wurde immer rasender.“ Die Situation eskalierte, als die Geliebte auch noch an der Tür klingelte. „Beatrice fragte ‚Ist sie das?‘ und wollte hingehen, aber ich hielt sie zurück.“ Ein Gerangel entstand. „Sie blutete am Kopf, nachdem ich sie schubste. Sie boxte mich, ich hielt sie im Schwitzkasten.“

Beatrice F. wurde nur 35 Jahre alt.

Mehrere Minuten seien so vergangen, bis beide zu Boden stürzten. „Ich versuchte mich zu halten und riss Beatrice dabei am Hals. Danach regte sie sich nicht mehr. Ich war fassungslos.“ Die Leiche bringt V. später in den Keller und wischt die Blutspuren weg.

Am Tag nach dem Tod: Ausflug nach Neuschwanstein

Unfassbar: Mit der Geliebten übernachtet er danach noch im Haus und besucht am Tag darauf das Schloss Neuschwanstein. „Es war wie in einem Film“, sagt V. Vom Handy seiner toten Freundin schickt er sich selbst noch Nachrichten wie „Komme jetzt heim zu meinem Kuschelkuchen“ und meldet Beatrice F. als vermisst. Drei Tage später verbrennt er ihre Leiche dann am Feringasee.

Laut Staatsanwaltschaft, um den heimtückischen Mord zu verdecken! „Ich dachte nicht, dass ich zu so etwas fähig bin, und hasse mich selbst dafür“, sagt V. „Es gibt keine Sekunde, in der ich nicht an Beatrice denke.“ Getötet, aber nicht ermordet – so lautet seine Version der Tat. Doch die Staatsanwaltschaft glaubt das nicht: Laut Anklage hat Konstantin V. seine Freundin auch mit einem Messer gestochen, stülpte ihr einen Gefrierbeutel über den Kopf und zog die Kordel zu. Kaltblütig wie ein Killer. „Du Schwein!“, ruft die Mutter der Getöteten durch den Gerichtssaal, als sie das hört. Konstantin V. droht nun lebenslange Haft.

Andreas Thieme

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