Stadl mit wertvollen Kutschen abgebrannt

Feuerteufel richtet ein Inferno an!

Dürrnhaar - Der Boden ist übersät mit zerbrochenen Dachziegeln, verkohlte Balken ragen in den Himmel.

Ein ausgebrannter Bulldog parkt inmitten von Schutt und Asche, in der Luft wabert Brandgeruch. Davor steht Andreas Ruland (53) – er steht vor den Überresten seiner Scheune. In der Nacht zum Gründonnerstag brannte das Gebäude in Dürrnhaar bei Aying komplett ab. Es war das Werk eines Brandstifters, das haben die Fahnder der Polizei herausgefunden.

Das Feuer war gegen 23.15 Uhr am Mittwochabend ausgebrochen. Als Andreas Rulands Tochter kurz danach das Gasthaus ihres Vaters – das Ruland’s Inn – verlässt, sieht sie schon Flammen aus dem Dach schlagen. Sie rennt zurück ins Gasthaus: „Der Stadl brennt!“

Gastwirt Andreas Ruland sprintet die wenigen Meter zu seiner brennenden Scheune. Er reißt das Tor auf, klettert auf einen Traktor und fährt ihn nach draußen. „Mein zweiter Traktor und alle anderen Maschinen sind abgefackelt. Es war viel zu gefährlich, da nochmal reinzugehen.“ So konnte der Nebenerwerbslandwirt auch seine historischen Kutschen, darunter einen Landauer und einen Schlitten, nicht in Sicherheit bringen. „Das waren alte Erbstücke von meinen Großeltern.“

Rund 700 000 Euro Schaden hat das Feuer angerichtet. Die Flammen griffen auch auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Dessen Dach und Fassade wurden stark beschädigt. Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung kämpften bis zum frühen Gründonnerstagmorgen gegen die Flammen. Augenzeugen berichten, dass es dabei zwischen den Wehren zu massiven Kompetenzstreitereien gekommen sei.

Da die Polizei von Brandstiftung ausgeht, werden Zeugen gesucht. Hinweise an Telefon 089/29100.

Quelle: tz

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