Video von Einsatzfahrt

Blaulicht von hinten: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

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Ein Pkw hält an einer Engstelle, um die Feuerwehr vorbei zu lassen.

München - Die Feuerwehr München und der Bayerische Rundfunk haben ein Video veröffentlicht, das eine Einsatzfahrt zeigt. Darin zeigt sich: Viele Verkehrsteilnehmer verhalten sich falsch, wenn die Feuerwehr mit Blaulicht hinter ihnen fährt.

Wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz ausrücken muss, dann muss es meistens sehr schnell gehen. Für Verkehrsteilnehmer, die Sirenen hören oder Blaulicht im Rückspiegel sehen, heißt es dann: ruhig bleiben und zügig den Weg frei machen. Doch was die Münchner Feuerwehr täglich auf der Straße erlebt, sieht anders aus. Denn gerade im Stadtgebiet, wo sich der Verkehr staut, versperren Auto-, Fahrradfahrer und Fußgänger dem Feuerwehrauto oft den Weg. Verkehrsteilnehmer sind teilweise überfordert, wenn die Feuerwehr hinter ihnen fährt. Sie reagieren dann hektisch, bleiben mit dem Auto einfach stehen und erschweren der Feuerwehr dadurch das Durchkommen. Aus diesem Grund hat die Münchner Feuerwehr zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk ein Video veröffentlicht. Darin wird eine Einsatzfahrt aus der Fahrerkabine eines Feuerwehrautos gefilmt und Situationen gezeigt, in denen sich Verkehrsteilnehmer entweder falsch oder richtig verhalten. Das Video trägt den Titel: "Was tun, wenn von hinten Blaulicht kommt?"

Situation Nummer Eins: Niemals mit dem Auto an einer Engstelle halten!

Ein Pkw bleibt nach dem Abbiegen stehen, um die Feuerwehr vorbeifahren zu lassen. Doch an dieser Stelle befindet sich eine Baustelle. Dadurch ist die Straße verengt. Aufgrund von Gegenverkehr kann das Feuerwehrauto also nicht vorbeifahren. Karl Pieterek von der Münchner Feuerwehr empfiehlt in dieser Situation daher, 30 bis 40 Meter weiterfahren und in einer vorhandenen Straßenbucht halten. "Dann hätten wir ungehindert vorbeifahren können."

Situation Nummer Zwei: Als Fußgänger auf keinen Fall vor der Feuerwehr noch schnell über die Straße laufen!

Eine Gruppe von Fußgängern will eine Straßenkreuzung überqueren. Doch in circa 100 Meter Entfernung kommt das Feuerwehrauto mit Sirene und Blaulicht angebraust. Was die Fußgänger dann tun, ist lebensgefährlich: Sie laufen noch schnell vor dem Einsatzfahrzeug über die Straße. Pieterek sagt: "Wenn hier einer stürzt, liegt er vor dem Einsatzfahrzeug. Und das ist eine Gefährdung, die man ausschließen kann, wenn man 20 Sekunden wartet."

Situation Nummer Drei: Sich unbedingt in die Perspektive der Feuerwehr hineinversetzen!

In dieser Situation machen zwei Autofahrer alles richtig. Der eine sieht die Feuerwehr im Rückspiegel. Daraufhin fährt er nach rechts auf den Fahrradweg. Ein anderer Autofahrer, der mit seinem PKW dahinter fährt, bleibt nicht etwa auch auf dem Fahrradweg stehen. Sondern beschleunigt und fährt an dem vorherigen PKW vorbei. "In dem Fall, war es perfekt, was die beiden das gemacht haben. So wird für die Feuerwehr eine freie Fahrsituation geschaffen", sagt Pieterek.

Situation Nummer Vier: Niemals mit dem Fahrrad die Straße zwischen zwei Feuerwehrautos überqueren!

Zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr fahren im Konvoi hintereinander her. Die Entfernung zwischen den Feuerwehrautos beträgt etwa 50 Meter. Eine Frau, die ihr Fahrrad schiebt, lässt das erste Fahrzeug passieren und huscht noch vor dem zweiten über die Straße. "Die Radfahrerin gefährdet sich in diesem Fall unwahrscheinlich", sagt Pieterek. Denn wo ein Fahrzeug komme, könnten schnell drei oder vier weitere Fahrzeuge folgen.

Einsatzfahrten – Video Nummer zwei von Bayern 1 zu Gefahren und richtigem Verhalten:

Posted by Feuerwehr München on Sonntag, 19. Juli 2015

Sehen Sie hier, wie gefährlich eine Einsatzfahrt der Feuerwehr durch München sein kann.

rat

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