Feuerwehr-Bilanz: Die spektakulärsten Einsätze 

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Auch ein spektakulärer Einsatz: Ein brennender Lkw mitten in einem Waldstück an der Isar nahe der Großmarkthalle stellt die Feuerwehr in der Nacht zum 1. August vor Probleme. Die hohen Bäume ringsherum drohen Feuer zu fangen, die Anfahrt in die Hefner-Alteneck-Straße gestaltet sich schwierig. Die Feuerwehr muss 150 Meter lange Schläuche legen, um die Flammen zu erreichen. Ursache des Lkw-Brandes war ein technischer Defekt.

München - Bei einem Unfall oder einer lebensgefährlichen Erkrankung ist die Feuerwehr in München rasend schnell vor Ort. Am Donnerstag zogen die beiden Feuerwehrchefs die Jahresbilanz 2011.

Wer in München einen schweren Unfall erleidet oder plötzlich lebensgefährlich erkrankt, hat eine doppelt so hohe Überlebenschance als anderswo. Das ist ein Verdienst der First-Responder - Feuerwehrleute, die alle Rettungssanitäter sind und immer dann einspringen, wenn gerade kein Sanka oder Notarzt in der Nähe ist.

Feuerwehr 2011: Die spektakulärsten Brände des Jahres

Feuerwehr 2011: Die spektakulärsten Brände des Jahres

Am Donnerstag zogen Münchens Feuerwehrchefs Wolfgang Schäuble (Berufsfeuerwehr) und Rupert Saller (Freiwillige Feuerwehr) ihre Jahresbilanz 2011: Erstmals stieg die Zahl der Feuerwehreinsätze auf über 70 000. In 2114 Fällen rückten die rund 800 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr mit aus - ehrenamtlich wohlgemerkt. Die Integrierte Leitstelle nahm 917 000 Notrufe an - 2500 am Tag! Bei 1900 Bränden kamen im Jahr 2011 in München vier Menschen ums Leben. Sie könnten vielleicht noch leben, wenn sie Rauchmelder in ihren Wohnung aufgehängt hätten.

Die spektakulärsten Einsätze 2011:

Retter in Schieflage

Manchmal müssen eben auch Retter gerettet werden: Am 14. April stößt ein Rettungswagen des BRK auf der Kreuzung Schwanthaler-/Goethestraße am Hauptbahnhof mit einem Stadtwerke-Fahrzeug zusammen und kippt auf den VW. Alle sechs Insassen kommen glimpflich davon.

Lkw-Drama verhindert

Auf der Auffahrtsrampe einer Tiefgarage in der Maxburgstraße wird am 19. Mai ein Lkw-Fahrer von seiner eigenen Fahrertür eingeklemmt. Ein dahinter stehender Lkw-Fahrer erkennt die tödliche Gefahr, stoppt den langsam rollenden Lkw mit - seinem eigenen Laster - Kollege knapp gerettet!

Die Stachus-Fontäne

Fatale Folgen hat ein kleiner Fehler am Morgen des 30. Dezember. Ein Lkw-Fahrer rammt beim Rangieren einen Hydranten. Ein Feuerwehrbeamter kniet sich bei eisiger Kälte direkt neben den scharfen Strahl und dreht das Wasser ab. Die Fontäne reicht zeitweise bis zum dritten Stockwerk.

Nur der Hund überlebte

Beim Brand eines Hauses in der Frankenwaldstraße (Ramersdorf) am 1. März kann die gehbehinderte Bewohnerin nicht mehr fliehen. Sie stirbt im Bett. Ihr Hund - ein Schnauzermischling - überlebt das Feuer. Er bekam reinen Sauerstoff.

Hier starb ein Mensch

Dramatische Szenen spielen sich in der Nacht zum 6. Februar in der Klarastraße (Neuhausen) bei einem Apartment-Brand im fünften Stock ab. Der Bewohner wird später tot auf dem Balkon gefunden. Sein Hündchen - ein Yorkshire-Terrier - überlebt unverletzt im Badezimmer.

Dorita Plange

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