Feuerwehrmann auch im Urlaub im Einsatz

Ihr Papa ist ein Held - er bremste einen brennenden Bus und löschte das Feuer

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Ist stolz auf ihren Papa: die 13-jährige Mirijam.

Manfred Mainusch ist auch während seines Urlaubs im Einsatz. Der Feuerwehrmann hat mitten auf der Landsberger Straße einen Brand auf dem Dach eines Busses gelöscht.

München - Eigentlich befindet sich Manfred Mainusch im wohlverdienten Urlaub. Doch statt Freizeit mit seiner Tochter Mirijam (13) verbrachte der 47-Jährige den Dienstagvormittag auf der Straße - bei einer beispiellosen Rettungsaktion.

Der Feuerwehrmann war gegen 10 Uhr auf der Landsberger Straße Richtung Innenstadt unterwegs, als bei ihm plötzlich alle Alarmglocken schrillten: Vom Dach eines Busses der Linie 130, der vor ihm fuhr, stieg Rauch auf. Der Brandinspektor zögerte keine Sekunde und wechselte die Spur. Er beschleunigte, bis er auf Höhe der Fahrerkabine war, kurbelte das Fenster herunter, hupte und rief dem Busfahrer zu: „Dein Bus brennt!“ Der Fahrer reagierte sofort und brachte den Bus am Straßenrand zum Stehen.

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20 bis 25 Fahrgäste mussten evakuiert werden

„Zuerst haben wir die Fahrgäste evakuiert - es waren ungefähr 20 bis 25 Leute im Bus. Dann habe ich die Einsatzstelle gesichert und einen Notruf abgesetzt“, erzählt Mainusch. Nun ging alles ganz schnell. Mithilfe einer Staffelei, die ihm von Anwohnern gebracht worden war, kämpfte der Feuerwehrler mit einem Pulverlöscher gegen die Flammen. Doch er stand noch zu niedrig, konnte nicht richtig aufs Dach des Busses sehen.

Die Lösung: ein vorbeifahrender Lkw mit offener Ladefläche. „Ich habe den Lkw gestoppt, bin auf die Ladefläche des Lasters gestiegen und konnte mit einem Schaumlöscher aus sicherem Abstand agieren.“ Auf das Dach des Busses zu steigen sei zu keinem Zeitpunkt eine Option gewesen, erklärt der routinierte Brandinspektor, der seit 1991 bei der Feuerwehr ist. „Man weiß nicht, was darunter ist.“

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„Ich bin Feuerwehrmann. Auch im Urlaub“

Als seine Kollegen eintrafen, hatte der Puchheimer das Feuer bereits gelöscht. „Für mich war es keine Frage, zu helfen. Ich bin Feuerwehrmann. Auch im Urlaub. Ich bin nur froh, dass niemand verletzt worden ist.“

Laut Matthias Korte von der MVG ging der Brand nach bisherigen Erkenntnissen vom Rußpartikelfilter des Busses aus. „Die Brandursache ist auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Welcher, das ist noch zu ermitteln“, sagt Korte. Für die Nachlöscharbeiten durch die Berufsfeuerwehr wurde die Landsberger Straße halbseitig gesperrt.

Daniela Schmitt

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