Feuerwerk neben Naturschutzgebiet: Aubings Grüne sind sauer

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Feuerwerk ist in München in die Kritik geraten.

Am Nikolaustag soll es heftig knallen – und Aubings Grüne sind entrüstet. „Wir finden es unsäglich“, sagt die Fraktionssprecherin im Bezirksausschuss (BA) Aubing-Lochhausen-Langwied, Dagmar Mosch.

Hintergrund ist ein Feuerwerk, das diesen Freitag auf dem Parkplatz des Metro-Marktes abgebrannt werden soll – in direkter Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet Gleisdreieck. Der Großhändler Metro will hier eine Vorführung für seine Kunden abhalten

Der BA ist über die Veranstaltung informiert worden – ablehnen kann er sie jedoch nicht. Die Entscheidung muss das Kreisverwaltungsreferat treffen. Und das soll die Veranstaltung nicht genehmigen, fordern die Grünen. In einer Pressemitteilung der Viertelpolitiker heißt es, geplant sei ein halbstündiges Abschießen von Feuerwerksbatterien und sogenannten Feuerwerks-Vulkanen auf dem Parkplatz der Metro direkt neben der Biotop- und Ausgleichsfläche am Gleisdreieck.

„Die Fraktion der Grünen hält dieses Abfeuern von Feuerwerkskörpern dreieinhalb Wochen vor Silvester grundsätzlich für sehr fragwürdig – da auch keine nachvollziehbaren Gründe angegeben wurden – und findet es besonders an dieser Stelle absolut widersprüchlich zum Naturschutz“, heißt es in einer Mitteilung. Die Grünen befürchten Dreck, Lärm und Lichtemission durch Feuerwerke, „die in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion derzeit doch sehr infrage gestellt werden“.

Der Bund Naturschutz (BN) bittet das KVR ebenfalls, die Veranstaltung nicht zu genehmigen. Die Grünen wollen gar ein grundsätzliches Verbot an dieser Stelle erreichen. Mosch: „In München braucht es dringend mehr Respekt vor den grünen Kleinoden und mehr Schutz für sensiblen Flächen.“

Eine Sprecherin der Metro sagte auf Nachfrage zu unserer Zeitung: „Wir sind ein Großhandel, wir verkaufen das Feuerwerk an Gastronomen und andere Unternehmer, an Großkunden, die das Feuerwerk gewerblich nutzen.“ Und die Kunden wollten auch sehen, was sie kaufen. Daher gebe es an diesem Tag eine Vorführung. „Die ist aber maximal reduziert. Es werden nur die wichtigsten Artikel präsentiert. Es wird so kurz wie möglich, und alles, was an Rückständen entsteht, wird von uns selbstverständlich eingesammelt.“ 

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