Schon wieder

Fieser Enkeltrick: Sie wollten 600 000 Euro!

München - Jetzt schicken sie schon kleine Mädchen vor! Eine Welle von versuchten Enkeltrickbetrügereien macht der Polizei seit Wochen Sorgen. Und es hört nicht auf …

Vorläufiger Höhepunkt der fiesen Masche: Im Märchenviertel in Waldperlach (Frau-Holle-Straße) wurde ein höchstens 14-jähriges Mädchen losgeschickt, um eine 97-jährige Seniorin um die ungeheure Summe von 600 000 Euro zu betrügen!

Allein am Mittwoch wurden sechs Fälle bekannt, bei denen Seniorinnen Anrufe von einer Frau bekamen, die sich wahlweise geschickt als Bekannte, Patenkind, Nichte, Freundin oder Tochter ausgab und finanzielle Engpässe vortäuschte. Darunter war auch die 97-Jährige, die zunächst annahm, mit ihrer Tochter zu telefonieren. Die Stimme kam ihr komisch vor. Da sagte die vermeintliche Tochter: „Entschuldige, ich bin total erkältet.“ Sie bat um 600 000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung, hätte ersatzweise aber auch Schmuck oder Münzen genommen.

Tatsächlich klingelte kurz darauf ein unschuldig lächelndes Mädchen (1,40 Meter groß, schwarzes, schulterlanges Haar), das kaum Deutsch sprach und der Seniorin ein Handy mit Verbindung zu der vermeintlichen Tochter hinhielt. Das kam der Seniorin dann doch verdächtig vor. Sie schickte das Kind weg. Dann rief sie ihre wahre Tochter an, die aus allen Wolken fiel und sofort die Polizei verständigte. Auch in den anderen fünf Fällen fielen die Seniorinnen nicht auf die fiesen Anrufe herein.

Die Polizei empfiehlt dringend, nach solchen Anrufen grundsätzlich Rücksprache mit Verwandten zu halten oder im Zweifel den Notruf 110 zu wählen.

Dorita Plange

Rubriklistenbild: © dapd

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