Anklage in 27 Fällen

Firmenverkauf: Sind sie miese Betrüger?

+
Markus G. (41, l.) wollte das ganz große Geschäft, Reinhard S. (53, r.) war sein Komplize.

München - Es sollte wohl das Geschäft ihres Lebens werden. Laut Staatsanwaltschaft wollten die Anlageberater Markus G. (41) und Reinhard S. (53) mit dem Verkauf von Firmenanteilen die große Kohle machen.

Aber ihre Luftblase platzte. Am Montag standen sie wegen gemeinschaftlichen Betrugs in einem besonders schweren Fall und unerlaubten Betreiben eines Bankgeschäfts vor dem Landgericht. Insgesamt 27 Fälle listet die Anklage.

Im Februar 2006 gründeten die beiden Angeklagten eine Wirtschafts- und Vermögensberatung. Die GmbH meldeten sie in Kolbermoor an. Ihre Masche: Drei Monate lang sollen sie auf Bekannte eingeredet haben, die Interesse an privaten Investitionen hatten – sie sollten Anteile an einer angeblich lukrativen Firma kaufen. Tatsächlich existierte diese laut Anklage nur als Scheinadresse. G. und S. versprachen offenbar große Renditen – die Angeklagten sollen geprahlt haben, dass es sich um eine risikolose Geldanlage mit garantierten Gewinnen handelt. Zunächst ging ihr Plan auf: Laut Staatsanwaltschaft investierten 27 Anleger insgesamt 628 000 Euro in das Projekt – jeweils zwischen 5000 und 100 000 Euro, teilweise in bar.

Tatsächlich verwendeten G. und S. die Gelder nur dafür, die in Aussicht gestellten Renditen auszahlen zu können. Ein rentables Konzept hatten sie wohl nie. Jetzt aber einen Haufen Ärger: Beide erwarten mehrere Jahre Haft. Der Prozess wird fortgesetzt.

THI

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn: Alle Linien fahren normal
S-Bahn: Alle Linien fahren normal
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare