Das teuerste Grundstück der Stadt

Die Flick-Villa geht - der Luxus bleibt

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Weiße Fassade, innen lichtdurchflutet, geräumig und beste Ausstattung, außen viel Grün: So soll der Neubau aussehen.

München - In wenigen Wochen wird die Flick-Villa im noblen Herzogpark abgerissen, ein Neubau entsteht. Aber der Luxus bleibt! Wir zeigen Ihnen, wie es dort bald aussehen soll.

Die kugelsicheren Scheiben, der massive Zaun. Von außen glich die frühere Flick-Villa einer Festung. Innen tat sich ein Palast auf: Schwimmbad, Stuben, Schlafzimmer – alles vom Feinsten. Und alles vergänglich! In wenigen Wochen wird die Villa abgerissen (tz berichtete), ein Neubau entsteht. Aber der Luxus bleibt!

Denn: Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen „im mittleren zweistelligen Millionenbereich“, sagt Stefan Mayr von M-Concept.

30 bis 40 Millionen Euro hat der Kauf des Grundstücks in der Pienzenauer Straße 111 samt Villa und Neubau gekostet, schätzen Branchenexperten. Allein der Abriss der Flick-Villa verschlingt bis zu 500 000 Euro. Zwölf Eigentumswohnungen sollen auf dem ehemaligen Milliardärsgrundstück entstehen – in erlesener Nachbarschaft, mit Ausrichtung zur Isar.

Vorher und nachher: Bilder aus der Flick-Villa

Vor dem Abriss: Einblicke in die Flick-Villa

Für den Neubau gibt es bereits Interessenten, bestätigt Mayr. Die Luxuswohnungen sind gefragt. Und nirgends in der Stadt wird so viel bezahlt wird hier. „Es ist eines der besten Grundstücke im Herzogpark“, sagt Makler Detlev Freiherr von Wangenheim. Nach tz-Informationen liegt der Preis für den Erwerb der Eigentumswohnungen zwischen 5500 und 6000 Euro pro Quadratmeter – damit ist es das aktuell teuerste Grundstück, das es je in München gab. Auch der Quadratmeterpreis für die reine Wohnfläche sprengt alle Grenzen: „Über 10 000 Euro wird er sicher kosten“, sagt von Wangenheim. Der exakte Preis wird noch geheim gehalten, denn Ende des Monats startet der offizielle Verkauf der Luxus-Wohnungen.

100 bis 400 Quadratmeter groß sollen sie im Einzelnen werden. Es sind Immobilien der Superlative! „Elektro- und Haustechnik sind auf höchstem Niveau“, sagt Mayr. Eingesetzt wird topmoderne BUS-Technologie, die auf Wärmerückgewinnung und Energieeffizienz abzielt. Luxus pur: Per Handy lassen sich Heizung, Licht und Musik steuern. In der Garage steht eine Ladestation für Elektroautos. Zudem verfügt das Anwesen über eine Grundwasserwärmepumpe – insgesamt ist es als Energiesparhaus konzipiert. Innen sind die Böden aus allerfeinstem Parkett und Naturstein. „Die ersten Käufer und Käuferinnen können in gut zwei Jahren einziehen“, sagt Mayr.

Am Donnerstag haben rund 250 Prominente, Wirtschaftsbosse und Weggefährten Flicks zum letzten Mal Gelegenheit, durch seine pompöse Villa (153 Zimmer) zu wandeln. Im Rahmen der Cocktailparty wird auch der Neubau erklärt. Und wer weiß, vielleicht ist ja der eine oder andere Käufer dabei…

So geht’s jetzt weiter

- 5. Oktober 2006: Friedrich Karl Flick (geb. 3.2.1927) stirbt mit 79 Jahren im Kreise seiner Familie am Wörthersee. Seine Münchner Villa war nur eines von zahlreichen Anwesen des Unternehmers. Er war einer der reichsten Deutschen.

- 1. Oktober 2013: Die tz berichtet exklusiv über den Abriss der Villa am Herzogpark und zeigt Bilder vom Innenleben des pompösen Hauses. Zuvor wurde es als Drehort für Filmarbeiten beworben. Da ist der Neubau schon geplant: Bauherr m-concept informiert im Internet über das Luxus-Projekt. Ende des Monats ist Verkaufsstart für die Wohnungen.

- Januar 2014: Zum Jahresbeginn soll die Villa abgerissen werden. Dauer: rund drei Monate, Kosten: 500 000 Euro.

- Juli 2014: Für das dritte Quartal 2014 ist der Neubau geplant. Ende 2015 sollen die zwölf Eigentumswohnungen mit einer Größe bis zu 400 Quadratmetern bezugsfertig sein.

Andreas Thieme

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