Gschichten aus dem Sperrbezirk

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Im Einsatz: Tom Ritter vom Abschleppdienst Kilian.

München - Die tz hat sich bei Fliegerbomben-Betroffenen umgehört. Lesen Sie Geschichten von Menschen, die evakuiert wurden oder im Sperrbezirk im Einsatz waren. 

Fotograf Wolfgang Roucka in seinem Notbüro.

Er ist doppelt betroffen: Fotograf Wolfgang Roucka (71) wohnt in der Kaiserstraße, sein Studio liegt in der Feilitzschstraße. Jetzt musste er in der Katholischen Akademie ein Notbüro einrichten. „Von hier aus habe ich meinen Mitarbeitern notge­drungen freigegeben“, sagt er. Sein Glück: Die Nacht musste er nicht in der Notunterkunft verbringen, sondern zog in die Wohnung einer Freundin im Arabellapark. „Sie ist verreist. Ich kümmere mich um ihr Aquarium und habe deshalb einen Schlüssel.“

Evakuierung! Entschärfung Bombenfund unter Schwabinger 7

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Tom Ritters (34) Telefon klingelte beim Frühstück. „Eigentlich hatte ich frei“, sagt der Angestellte der Abschleppfirma Kilian. Doch er und seine Kollegen müssen ran, um die Autos abzuschleppen, die im Bereich von 300 Metern um die Bombe parken. Angst hat er nicht: „Ich fühle mich sicher, habe sogar meinen Sohn mitgebracht.“ Auch die Firma Eichenseher ist im Einsatz – die Wägen stehen jetzt am Ex-­Metro-Gelände in der Leopoldstraße.

Timo Hilbert fährt Heuballen zur Fundstelle - als Dämmung.

Im Dienst der Sicherheit ist auch Timo Hilbert (37), Angestellter des städtischen Guts Karlshof. Er fährt mit Kollegen den ganzen Tag riesige Heuballen zum Sperrbezirk – die werden für die Sprengung als Dämm-Material benötigt.

tz

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