Die tz stellt vier Münchner Startups vor

Die Durchstarter

München - Menschen mit pfiffigen Ideen werden an der LMU bei ihren ersten Unternehmer-Schritten von Geschäftsführer Andy Goldstein und seinem Team unterstützt. Die tz stellt vier junge Unternehmer vor.

Bevor Frühchen ins Leben durchstarten, werden sie einige Zeit im Brutkasten versorgt. So ungefähr kann man sich die Rolle des Entrepreneurship Center der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU EC) vorstellen – was soviel bedeutet wie Zentrum für Gründergeist. Menschen mit pfiffigen Ideen werden bei ihren ersten Unternehmer-Schritten von Geschäftsführer Andy Goldstein und seinem Team unterstützt. Mit kostenlosen Büroräumen, Seminaren oder dem Zugang zu einem Netzwerk von über 100 Investoren. „Seit 2008 haben wir 101 Unternehmen gefördert, die insgesamt über 500 Arbeitsplätze geschaffen haben“, sagt Goldstein. Das EC sei nicht an den Firmen beteiligt und stelle ihnen auch keine Kosten in Rechnung. Am Montag haben aktuelle Start- ups ihre Geschäftsmodelle beim Unternehmertag an der LMU präsentiert. Als Redner unter anderem mit dabei: Ex-Fußball-Nationaltorwart Jens Lehmann! Die tz stellt vier junge Unternehmer und ihre Ideen vor.

Mit dem Bus für 25 Euro nach Hamburg

Heute arbeiten 70 Menschen bei der FlixBus GmbH und weitere 100 bei Partnern. Mit 1500 Bussen bringt das Team um die Gründer und Geschäftsführer Jochen Engert (31, rechts im Bild mit Sabine Mattern (29) und Kevin Milsztein (25) vom Entrepreneurship Center), André Schwämmlein (32) und Daniel Krauss (29) seit Februar 2013 täglich tausende Menschen an 70 Fernziele. Die Idee: Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs nutzen und Mobilität umweltfreundlicher und bezahlbar machen. Jochen Engert zum Erfolgsrezept: „Jeder macht das, was er am besten kann. Wir koordinieren und unsere regionalen Partner fahren eigenständig unsere Gäste.“

Mini-Solarsysteme für Afrika

Weltweit leben 1,4 Milliarden meist einkommensschwache Menschen ohne Strom – vor allem in Afrika und Asien. Für sie bieten die Jungs der Prosonergy GmbH um Gründer Güngör Kara (43, Mitte mit Alois Hotter und Sena Ünal) mit ihren kleinen Solarsystemen erstmalig eine günstigere und vor allem gesündere Alternative zu den bisher üblichen Petroleumlampen.

Speed-Interviews für Juristen-Nachwuchs

Die Idee von Magdalena Enzinger und Yacine Coco (beide 29), Talent Rocket GmbH: Nachwuchsjuristen und Kanzleien bzw. Unternehmen zusammenbringen. „Wir veranstalten Events in den Kanzleien. Bei Workshops, Speed-Interviews und gemeinsamen Abendessen finden beide Seiten viel schneller heraus, ob sie zueinander passen“, erklärt Enzinger. Beide erkannten nach ihrer Studienzeit den Bedarf: Jura-Studenten die Suche durch die Vielzahl von Angeboten zu erleichtern und Kanzleien einen Zugang zum passenden Nachwuchs zu bieten. Beide Seiten profitieren davon und viele Kanzleien buchen die Events bereits zum zweiten Mal.

Gesundheitskarte für 30 Millionen Tiere

Die fünf Gründer der Vetizin GbR um Daniel Medding (35, l.) und Dennis Kirpensteijn (28) verändern die Kommunikation zwischen Tierbesitzern und Ärzten radikal. Durch die Erweiterung der vorhandenen EDV erhält der Arzt bereits vor der Behandlung wichtige Infos über das Tier. Die Behandlung kann verkürzt und unnötige Untersuchungen vermieden werden. Quasi die elektronische Gesundheitskarte für Tiere. Auf die Frage nach dem Ursprung der Idee, sagt Medding: „Während der praktischen Arbeit in der Tiermedizin fiel mir auf, dass in der Kommunikation was nicht stimmt. Das wollte ich ändern.“

Stefan Wandel

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