Versuchter Mord

Todesfahrer legt Teilgeständnis ab

München - Ein kleiner Bagatellunfall hatte tödliche Konsequenzen: Ein Autofahrer flüchtete und überfuhr eine Passantin. Der Fahrer muss sich jetzt vor Gericht verantworten.

Die Fußgängerin hatte keine Chance: Sie wurde von einem Auto angefahren und 22 Meter weit durch die Luft geschleudert. Danach leistete niemand erste Hilfe. Die Frau überlebte den Unfall nicht.

Der 39-jährige Unfallverursacher muss sich jetzt vor dem Münchner Schwurgericht wegen fahrlässige Tötung und Mordversuch durch unterlassene Hilfe verantworten. Er legte ein Teilgeständnis ab. Er habe damals gedacht, er habe nur den Hund der Frau überfahren, sagte der Angeklagte am Donnerstag vor dem Münchner Schwurgericht.

Der Mann war im Januar nach einem Bagatellunfall geflüchtet, weil er keinen Führerschein hatte. Dabei kam er mit überhöhtem Tempo von der Fahrbahn ab. Sein Auto erfasste die Passantin und schleuderte sie 22 Meter weit durch die Luft. Laut Anklage schrie der 13-jährige Sohn seiner Verlobten, der mit im Auto war, er solle anhalten und der Frau helfen. Trotzdem sei er weitergefahren und habe nicht einmal den Rettungsdienst informiert. Zuhause habe er seine Verlobte aufgefordert, das Auto wegzuschaffen, weil er einen Hund überfahren habe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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