Am Sendlinger Tor

Flüchtlinge planen die nächste Aktion

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OB Dieter Reiter im November bei den Flüchtlingen, die am Sendlinger Tor in den Hungerstreik getreten waren.

München - Nach dem von OB Dieter Reiter (SPD) im Rathaus organisierten Runden Tisch sind die Teilnehmer des Hunger-Streiks am Sendlinger Tor unzufrieden. Sie kündigen eine neue Aktion an.

Die Sprecher des Hungerstreiks resümierten am Wochenende auf ihrer Homepage: „Als streng zielführend kann dieses Treffen nicht gewertet werden. Die Gespräche blieben sehr generell und sehr an der Oberfläche.“

Die Aktivisten planen nun ihre nächsten Aktionen. „Anfang Januar“ wollen sie erneut am Sendlinger Tor Zelte aufstellen. „Wir wollen die Menschen in Infopoints ansprechen. Dort werden wir auch schlafen“, so Flüchtlings-Sprecher Adeel Ahmed zur tz.

An dem Runden Tisch nahmen unter anderem Bayerns Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) und Staatssekretär Florian Pronold (SPD) als Vertreter der Bundesregierung Platz. Dabei konnte Reiter seine Wünsche und Fragen an die Regierungen formulieren. Etwa, dass Asylbewerber auch bei Freunde und Verwandten wohnen dürfen. Zudem Mindeststandards für die Erstaufnahme, schnellere Asylverfahren und eine Arbeitserlaubnis nach dem ersten Monat. Statt der angesetzten Stunde dauerte das Treffen immerhin zwei Stunden und 20 Minuten.

J. Welte

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