Es fehlen hunderte Plätze

Flüchtlinge: Zwei neue Standorte in München im Visier

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Zwei neue Standorte wird der Ausschuss für Flüchtlingsfragen am Donnerstag auf den Weg bringen: an der Joseph-Wild-Straße ist eine Option.

München - Jetzt geht er wieder los – der Flüchtlings-Ansturm. Und: Es kommen erneut mehr Menschen als angenommen.

Die Regierung von Oberbayern schlägt Alarm: Bis Jahresende werden rund eine Million Menschen nach Bayern einreisen Das hat Folgen für München: Ursprünglich war die Regierung von 352 Asylbewerbern ausgegangen, die die Stadt pro Woche aufnehmen muss. Jetzt sind es 479!

Rechnet man das bis zum Jahresende durch, so müsste die Landeshauptstadt mehr als 21 000 Menschen Obdach bieten. Laut Regierung leben derzeit 11 500 in München! Demnach fehlen über 10 000 Plätze! In ganz Deutschland sind es 370 000!

Ganz so schwarz sieht es das Münchner Sozialreferat nicht. Tatsächlich habe die Stadt schon rund 15 000 Menschen aufgenommen, sagt ein Sprecher. Bisher geht man davon aus, bis Ende des Jahres noch 4000 Menschen unterbringen zu müssen. 3200 Plätze sind bereits beschlossen, fehlen also lediglich 800. Man sei zuversichtlich, diese Unterkünfte zu schaffen.

Flüchtlinge: zwei Standorte im Visier

Gleich zwei sollen am Donnerstag im 14. Standortbeschluss auf den Weg gebracht werden. Auf einem städtischen Grundstück an der Dachauer Straße in Moosach sollen Container für bis zu 122 Menschen aufgestellt werden – eine Übergangslösung bis zum Jahr 2020. Dann wird die Mittelschule Leipziger Straße auf diesem Grundstück erweitert.

An der Joseph-Wild-Straße in Riem sind ebenfalls Container für maximal 400 Menschen geplant – ab Juni für drei Jahre. Ab 2019 rollen dort die Bagger an, entstehen wird ein Schulcampus mit einem Gymnasium.

Unterdessen sind drei Standorte wieder vom Tisch: Das Gebäude an der Landsberger Straße in Laim hat die Stadt nicht kaufen können, weil die Eigentumsverhältnisse komplex seien, heißt es aus dem Referat. Dort hätte die erste Unterkunft für Flüchtlinge entstehen sollen. Bis zu 700 Menschen hätten dort unterkommen können.

Ebenfalls zerschlagen haben sich die Pläne der Stadt für zwei Standorte für Leichtbauhallen an der Planegger Straße (Pasing) und Lochhausener Straße (Obermenzing). Mittlerweile habe sich ergeben, dass nicht ausreichend Fläche zur Verfügung steht, um die Standorte sinnvoll nutzen zu können.

Sascha Karowski

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