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Kommen Bautzener nach München?

Flüchtlings-Camp am Sendlinger-Tor-Platz: Krawallos kündigen sich an

Am Sendlinger-Tor-Platz harren zahlreiche Flüchtlinge aus.
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Am Sendlinger-Tor-Platz harren zahlreiche Flüchtlinge aus.

München - Da könnte was auf die Münchner Polizei zukommen! Krawallos aus Bautzen kündigen ihren Besuch an, um die Flüchtlinge am Sendlinger-Tor-Platz zu unterstützen.

Bekommen die seit 14 Tagen auf dem Sendlinger-Tor-Platz protestierenden Flüchtlinge in Kürze kräftigen Zulauf aus dem Bundesland Sachsen? In einem offenen Brief haben die Veranstalter des Camps am Dienstag offiziell Flüchtlinge aus Bautzen in ihr Camp eingeladen. Ausgerechnet jene Krawallos, die sich im sächsischen Bautzen mit Anhängern der rechten Szene prügelten und dabei auch Polizisten angriffen. Nach monatelangen Spannungen hatten sich Unzufriedenheit und Hass in schweren Krawallen auf Bautzens Straßen entladen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte danach sogar geschlossene Heime für diese unbegleiteten, jungen Männer gefordert.

Polizisten überwältigen einen randalierenden Flüchtling in Bautzen.

In dem Schreiben der Münchner Campbewohner, die für ein Bleiberecht geflüchteter Menschen protestieren, heißt es: "Wir laden euch ein, nach München zu kommen und unsere Kämpfe gegen Rassismus zu vereinen. Auch ihr müsst nicht in euren Lagern eingesperrt bleiben." Und weiter: "Wir lassen uns nicht von den rassistischen gesellschaftlichen Zuständen unterkriegen. Wenn ihr herkommt, seht ihr, dass euer Kampf kein isolierter ist und dass ihr nicht alleine seid." Könnte Ärger geben.

70 Menschen in sieben Pavillons

Das Camp ist derzeit auf rund 70 Menschen ausgerichtet, die sieben Pavillons aufbauen dürfen. Die Aufenthaltsdauer wurde zweimal verlängert - mittlerweile bis zum 30. September. Im Polizeipräsidium erzeugte die jüngste Einladung Stirnrunzeln. Sprecher Thomas Baumann: "Wir werden die Situation vor Ort genau beobachten. Unsere Kräfte sind sensibilisiert. Wir achten auf die Einhaltung der Auflagen."

Bisher haben sich die Campbewohner an alle Auflagen gehalten. Sollte das Camp starken Zulauf bekommen, "müssen wir gemeinsam überlegen, ob ein Umzug an einen anderen Ort erfolgen sollte," so KVR-Sprecher Johannes Mayer.

D. Plange

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