Asylbewerber vor Sozialministerium

Flüchtlings-Camp: Die Frist läuft aus

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Die sechs Flüchtlinge campen im Regen.

München - Trotz Regen und Kälte halten sechs senegalesische Asylbewerber die Stellung vor dem Sozialministerium. Sie wollen nicht zurück in ihr Heim in Böbrach. Doch die Zeit wird knapp.

Acht Grad und strömender Regen. Nur ein Partyzelt und Schirme schützen die sechs Asylbewerber vor der Nässe. Seit Donnerstag protestieren sie vor dem Sozialministerium von Emilia Müller (CSU) in der Winzererstraße (tz berichtete).

Die Männer aus dem Senegal flüchteten aus einem Asylheim im Bayerischen Wald. „Wir waren komplett isoliert“, sagt Sprecher Jo Ndiaya (25). In Böbrach gab es weder Internet noch Deutschkurse. Jetzt schlafen die Flüchtlinge in Decken auf Holzpaletten. Schlafsäcke, Isomatten und Kocher hat das KVR verboten.

Nachbarn sind überwiegend freundlich

„Nachts ist es furchtbar kalt“, sagt Ndiaya. Aufgeben kommt aber nicht in Frage. „Wind und Regen sind uns egal. Wir bleiben bis unsere Forderungen erfüllt sind“, sagen die Asylbewerber. Die Senegalesen wollen auf keinen Fall zurück nach Böbrach. Bis Montag erlaubt die Polizei die Versammlung auf dem Bürgersteig. Bisher verraten die Männer nicht, wie es danach weitergeht. „Wir würden uns freuen, wenn die Ministerin vorbeikommt“, sagt ein Asylbewerber.

Von den Nachbarn werden sie überwiegend freundlich behandelt. „Einige bringen warme Kleidung und Tee vorbei“, sagt eine Unterstützerin. Ärger gab es nur einmal. Am Samstag hatte die Partei Die Freiheit ebenfalls eine Versammlung angemeldet. Die Polizei hielt die Gruppen aber auseinander. Mehr als Pöbeleien gab es nicht.

Bea

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