"Auch wir stoßen irgendwann an Grenzen"

Flüchtlingsflut: Caritas schlägt Alarm!

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Die Caritas stößt bei der Flüchtlingsbetreuung an ihre Grenzen.

München - Kostenexplosionen, mangelnder Wohnraum und zu wenig Fachkräfte – die Caritas schlägt beim Thema Flüchtlingsbetreuung Alarm!

„Die Systeme laufen heiß. Auch wir stoßen irgendwann an unsere Grenzen“, warnte Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger bei der gestrigen Jahrespressekonferenz. Allein die Personalkosten für die Flüchtlingsbetreuung haben sich fast verdreifacht – von 700.000 (2014) auf zwei Millionen (2015) Euro! Die Caritas rechnet 2016 sogar mit drei Millionen Euro. „Es wird nicht bei diesen Summen bleiben“, prophezeit Caritasvorstand Klaus Weißbach. Um den finanziellen Kraftakt auch in der Zukunft stemmen zu können, hofft die Caritas auf größere Zuwendungen aus der Kirchensteuer. Gleichzeitig fordert Lindenberger mehr staatliche Unterstützung: „In anderen Bundesländern werden die Personalkosten zu 100 Prozent vom Staat gedeckt – bei uns sind es nur 30 Prozent.“ Aktuell betreuen 65 Vollzeitkräfte der Caritas mehr als 9000 Flüchtlinge – für Weißenbach zu wenig: „Wir könnten sofort 100 Leute einstellen, finden aber keine qualifizierten Fachkräfte.“ Um auf den Wohnraummangel zu reagieren, hat die Caritas Flüchtlinge in Altenheimen in Germering und in Garmisch untergebracht. „Wir tun alles, um zum sozialen Frieden beizutragen. Auf die Dauer kann sich das aber kein Wohlfahrtsverband leisten“, sagt Lindenberger.

bok

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