Zahlen, Unterkünfte, Ausblick

Der Faktencheck zur Flüchtlingskrise in München

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Vorübergehende Bleibe: Ein kleiner Junge in einer Messehalle, die als Erstaufnahmeeinrichtung dient.

München - Seit Anfang September kommen täglich Tausende Flüchtlinge nach München. Wie viele waren es bisher? Wo kommen sie unter? Und welche Alternativen gibt es zu den aktuellen Unterkünften?

Wie viele Flüchtlinge sind seit Anfang September in München angekommen?

Bis zu diesem Donnerstag sind insgesamt knapp 40.000 Flüchtlinge in etwa nur zehn Tagen in München angekommen. Das sind so viele Flüchtlinge wie im gesamten Jahr 2014 und pro Woche waren es 352 Zuweisungen. Seit Anfang 2015 kamen demnach mehr als 100.000 Flüchtlinge in München an.

Wo kommen die Flüchtlinge in München unter?

Die Stadt München sorgt sich, wie die Integration der vielen Flüchtlinge funktionieren kann. Derweil werden die ankommenden Flüchtlinge zum Beispiel in Sport-, Messe-, Turnhallen untergebracht:

Kurzfristig umfunktioniert wurde etwa eine leerstehende Halle der Bahn an der Richelstraße (1200 Plätze). Auch die Münchner Messehallen C2 und C3 standen leer (3000 Plätze). In Sportstätten finden erschöpfte Flüchtlinge eine vorübergehende Bleibe: In der Turnhalle des Luisengymnasiums (500 Plätze) und der Tennishalle in Grasbrunn (700 Plätze). Ebenso wie im Münchner Ankunftszentrum an der Maria-Probst-Straße (400 Plätze). 

Welche Alternativen gibt es für Flüchtlinge zu den  bisherigen Unterkünften in München?

Papst Franziskus hat Pfarreien, Klöster und Wallfahrtsorte in Europa aufgerufen, Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. Rund 1000 Flüchtlinge sind derzeit in kirchlichen Gebäuden der Erzdiözese München untergebracht. Auch gibt es Studenten-Initiativen wie "Flüchtlinge Willkommen", bei denen freie Zimmer angemeldet und vergeben werden können. Am Hauptbahnhof in München wurde zum Beispiel ein Infopoint errichtet, wo sich Helfer melden können und von dort aus koordiniert werden.

Ein weiteres Flüchtlingsdrehkreuz zur Verteilung und Entlastung Münchens ist bisher noch nicht gefunden - die Stadt Leipzig, die als alternativer Verteilbahnhof zur Debatte stand, erteilte München mangels genügender Anforderungen des Bahnhofs eine Absage.

Um sich ein Gesamtbild über die Situation der Flüchtlinge in München machen zu können, können Sie in unserem Flüchtlingsticker nachlesen, was in den vergangenen Tagen in der Landeshauptstadt passiert ist. In einem Gastbeitrag hat sich übrigens ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zur Flüchtlingssituation geäußert. Er nennt 7 Gründe, warum "wir das schaffen" werden.

jum

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