Bundespolizei muss einschreiten

Streit im Flüchtlingszug: Mehrere Verletzte

München - In einem Sonderzug, der Flüchtlinge von Freilassing nach Mannheim bringen sollte, ist ein Streit zwischen Syrern und Irakern so eskaliert, dass der Zug am Ostbahnhof gestoppt werden musste.

In einem mit rund 700 Flüchtlingen voll besetzten Sonderzug (ZF 39558 Freilassing - Mannheim) sind am Dienstagabend nach ersten Ermittlungen mehrere Personen unterschiedlicher Nationalitäten an einer Auseinandersetzung beteiligt gewesen. Mehrere Personen wurden dabei leicht verletzt.

Der Auslöser war wohl ein Streit zwischen zwei Gruppen. Eine Familie syrischer Nationalität wollte im Abteil ihre Ruhe, während mehrere Iraker laut im Gang miteinander redeten. Der Streit wuchs sich in Beleidigungen aus, "die in ethnischen Unstimmigkeiten und Vorwürfen mündeten", wie die Bundespolizei mitteilt. Daraufhin flogen mehrere befüllte Plastikflaschen und Getränkekartonbehältnisse im Zug zwischen den Beteiligten umher. Es soll auch zu zahlreichen körperlichen Auseinandersetzungen gekommen sein. Dabei wurde eine Frau durch eine Flasche am Kopf sowie drei Männer an Armen und Füßen verletzt. Die Bundespolizei hat dazu Ermittlungen aufgenommen. Bislang wird gegen drei Syrer und zwei Iraker wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Am Ostbahnhof mussten rund 20 an der Auseinandersetzung beteiligte Migranten den Sonderzug verlassen. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in den frühen Morgenstunden des 14. Oktober der Landespolizei zugeführt. Darunter auch die vier verletzten Personen, die sich nur kurz in ambulanter Krankenhausbehandlung befunden hatten. 

Der Sonderzug setzte seine Fahrt Richtung Mannheim gegen 20 Uhr - unter Begleitung von Beamten der Münchner Bundespolizei bis Augsburg - ohne weitere Vorkommnisse fort. Durch den Vorfall kam es zu Gleissperrungen am Ostbahnhof und Verzögerungen im Zug- und S-Bahnverkehr.

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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