Flughafen-Ausbau besiegelt

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500 Meter östlich vom bestehenden Terminal 2 soll im Jahr 2015 die 650 Millionen Euro teure neue Abfertigungshalle in Betrieb gehen

München - Am Flughafen München wird sich in den nächsten Jahren einiges tun: Jetzt wurde der Startschuss für ein neues 650-Millionen-Euro-Projekt gesetzt. Wie der Flughafen 2015 aussehen soll.

Im Jahr 2015 soll eine neue Abfertigungshalle in Betrieb genommen werden. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Flughafen München GmbH (FMG) segneten den Bau des sogenannten Satelliten am Sonntag ab. Die Deutsche Lufthansa, die sich zu 40 Prozent an den Kosten beteiligen wird, hatte bereits letzte Woche ihre Unterstützung zugesagt, da sich mit jährlich 25 Millionen Passagieren das im Jahr 2003 eröffnete Lufthansa-Terminal bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze bewegt. Das zusätzliche Abfertigungsgebäude ist laut FMG als bauliche Erweiterung der bereits bestehenden Gepäckförderanlagen auf dem Vorfeld Ost konzipiert und wird über 52 Gates verfügen. 27 Abstellpositionen sollen direkt am Gebäude eingerichtet werden. Der Satellit bringt dem Flughafen eine Kapazitätserweiterung bei der Abfertigung von elf Millionen auf dann rund 60 Millionen Passagieren. Im Jahr 2009 starteten oder landeten 32,7 Millionen Passagiere am Münchner Flughafen.

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Der Satellit spielte schon bei den Planungen des zweiten Terminals eine Rolle. So wurden bereits zwei Tunnelröhren für Gepäck und U-Bahn mitgegraben. Eigene Check-In-Schalter und Sicherheitsschleusen sind nicht vorgesehen. Der Satellit ist das erste von mehreren Projekten. Zusammen mit der geplanten dritten Startbahn, weiteren Rollflächen, einer dritten Feuerwache und dem Erweiterungsbau des Kempinskihotels will sich die FMG den Flughafenausbau insgesamt über 2,5 Milliarden Euro kosten lassen – ohne dabei Steuergelder zu verwenden.

Dieter Priglmeir

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