Terminal 1 großräumig abgesperrt

Münchner (28) will in die Türkei fliegen - sein explosives Handgepäck löst einen Großeinsatz aus

Mörsergranate bei Flughafenkontrolle sichergestellt
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Eine im Reisegepäck eines Fluggastes entdeckte Mörsergranate liegt neben einem Kugelschreiber.

Mitarbeiter der Fluggastkontrolle des Münchner Flughafens haben am Donnerstag im Handgepäck eines 28-Jährigen ein auffälliges Utensil entdeckt - und ihren Augen nicht getraut.

Flughafen München - Der Mann wollte mit seinem Gepäckstück in den Türkei-Urlaub fliegen. „Auf dem Röntgenbild des Rucksacks tauchten die Umrisse eines Gegenstands auf, der jedem Fachmann die Schweißperlen auf die Stirn treten lässt“, schreibt Christian Köglmeier, Sprecher der Bundespolizei am Flughafen München.

Flughafen München: Mörsergranate in Handgepäck - Spezialisten machen sie unschädlich

Zügig wurden Spezialkräfte der Bundespolizei und des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie die Polizeiinspektion am Flughafen München hinzugezogen, der Bereich drei Stunden lang großräumig abgesperrt. Nach einer technischen Untersuchung war klar, dass es sich um eine Mörsergranate handelte. Sprengstoffspezialisten transportierten sie ab und machten sie unschädlich.

In der Vernehmung erklärte der 28-jährige Münchner, er habe das Geschoss vor ein paar Wochen bei einer Bergwanderung in der Schweiz gefunden. Was er mit dem lebensgefährlichen Fund genau wollte, konnte er nicht sagen. „Auch dass sein Leben seit dem Fund am seidenen Faden hing, war ihm wohl nicht bewusst“, so Polizeisprecher Köglmeier.

Münchner hat Mörsergranate im Handgepäck - Strafanzeige

Der Münchner verpasste nicht nur den Flug, sondern wird in absehbarer Zeit auch ein paar Rechnungen der Justiz- und Sicherheitsbehörden erhalten. Neben Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Luftsicherheits- und Sprengstoffgesetz hat er auch die Kosten des Polizeieinsatzes zu tragen. Inwieweit auch der Flughafenbetreiber oder die von Verzögerungen betroffenen Airlines auf den Mann zukommen, liegt laut Polizei in deren Ermessen.

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