Verschärfte Sicherheitsbestimmungen

Corona-Krise am Flughafen München: Wer noch landen darf - und wie kontrolliert wird 

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Aus den meisten Ländern können Menschen ohne Hindernisse einreisen.

Am Flughafen München landen trotz Coronavirus-Krise nach wie vor Menschen aus der ganzen Welt - der Airport-Sprecher nimmt nun Stellung.

München - Ist der Flughafen München ein Einfallstor für die Viren? Nach wie vor landen im Erdinger Moos Maschinen aus Risikogebieten* wie Italien oder China.

Der Flughafen selbst weist die Verantwortung von sich. Flughafen-Sprecher Ingo Anspach erklärt: „Wir stellen lediglich die Infrastruktur bereit. Wer in Zeiten der Corona-Bekämpfung ein- und ausreisen darf, legen die Behörden fest.“

Ankommende Flüge sollen seit Mittwoch von der Bundespolizei kontrolliert werden – aber nur, wenn sie aus Hochrisikogebieten wie Italien, aus Spanien, Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark oder der Schweiz kommen. Aus diesen Ländern einreisen dürfen nur noch Deutsche sowie deren Kinder und Ehepartner, auch wenn diese einen ausländischen Pass haben. 

Einreise nach München trotz Corona-Krise: Berufspendler und Patienten haben Erlaubnis

Ins Land kommen zudem Ausländer mit festem Wohnsitz in Deutschland – beispielsweise Türken. Außerdem ist allen EU-Bürgern die Einreise erlaubt, die über Deutschland zu ihrem Wohnort beziehungsweise in ihr Heimatland wollen.

Für alle anderen „muss ein dringender Reisegrund vorliegen“, erklärt Bundespolizei-Pressesprecher Christian Köglmeier. Den haben zum Beispiel Berufspendler und Menschen, die in Deutschland medizinisch behandelt werden. Einreisen dürfen diese aber auch nur, wenn sie keine Krankheitssymptome* zeigen.

Flughafen München verschärft wegen Corona-Krise Sicherheitsmaßnahmen

Eine höhere zweistellige Zahl Reisende habe man deswegen bereits abweisen müssen. „Grundsätzlich ist es unsere Aufgabe, Pässe und Visa zu kontrollieren“, erklärt Köglmeier. „Aber wir schauen natürlich auch, ob Passagiere dabei sind, die an Corona erkrankt sein könnten.“ Dann werde die Task Force des Landesamts für Gesundheit dazu geholt.

Auch Flughafen-Sprecher Anspach berichtet, dass verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gelten: „Jeder Fluggast muss eine Karte ausfüllen, um Infektketten nachvollziehen und andere Reisende im Ansteckungsfall informieren zu können.“ Die Crews seien angewiesen, Verdachtsfälle zu melden. Fieberkontrollen gibt es im Erdinger Moos (noch) nicht. „Denn nicht jeder Infizierte hat schon erhöhte Temperatur“, so Anspach.

Nun hat sich der Münchner Flughafen sich zu einem drastischen Schritt für tausende Mitarbeiter entschieden.  

Hans Moritz

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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