Flughafen-S8: Stadt will 500-Millionen-Tunnel

München - Am Mittwoch berät der Stadtrat über den Ausbau der S8. Stadt und zumindest die SPD legen sich auf den bis zu 500 Millionen Euro teuren Tunnel fest und denken weit in die Zukunft.

Wie kommen die Münchner zum Flughafen? Und wie sollen die Nachbarn im Osten der Stadt damit leben? Morgen berät das Rathaus über den Ausbau der S 8. Die Stadt und zumindest die SPD legen sich auf den 500 Millionen Euro teuren Tunnel fest. „Das wird eine Lösung für 100 Jahre“, sagt SPD-Stadtrat Ingo Mittermaier. Die Grünen wollen die Bremse ziehen. „Uns sind die Varianten zu dünn untersucht“, sagt Stadtrat Paul Bickelbacher. Auch hier ruckelt es in der Koalition.

Eines ist klar: Eine Express-Bahn zum Flughafen mit 20 Minuten Fahrtzeit setzt auf der Trasse der S 8 zwischen Daglfing und Johanneskirchen den vierspurigen Ausbau voraus. Der Freistaat würde sogar 175 Millionen Euro für die einfach-ste Lösung finanzieren – dann müsste die Trasse den Nachbarn zuliebe hinter einer vier Meter hohen kilometerlangen Lärmschutzmauer verschwinden. So eine Berliner Mauer durch München will niemand.

Darum untersuchte ein Geheim-Gutachten, das die tz veröffentlichte, sowohl Tunnel als auch eine günstigere Einhausung, die nur 100 Millionen Euro mehr kostet, sich aber etwa mit grünen Brücken in die Landschaft einpasst. Mit dieser Spar-Variante liebäugeln die Grünen und fordern weitere Studien. Die SPD will sich den Tunnel leisten, weil im Osten der Stadt ein Wohngebiet für 10 000 Menschen entstehen soll.

David Costanzo

Rubriklistenbild: © fkn

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