Prozess gegen Eric M. und Sebastian N.

Folter-Duo: Opfer in Todesangst

München - Er musste sich von seinen Peinigern demütigen lassen, sein Blut auflecken, in eine Fensterbank beißen und 500 Euro für die Verbrecher abheben. Jetzt spricht das Bügeleisen-Opfer vor Gericht!

Er musste sich von seinen Peinigern demütigen lassen, sein Blut auflecken, in eine Fensterbank beißen und hob 500 Euro für die Verbrecher abheben. „Ich wollte nur diese Nacht überleben“, sagte der 22-jährige Tristan K. am Freitag als Zeuge im Prozess gegen die beiden Serien-Täter Eric M. (21) und Sebastian N. (18) aus Wolfratshausen. Über zweieinhalb Stunden hatte das Duo den Koch in der Nacht zum 3. Dezember 2012 in ihrer Gewalt.

Die geständigen Verbrecher hatten den 22-Jährigen, der gegen 0.30 Uhr von der Arbeit nach Hause gehen wollte, mit Klappmessern bedroht, ihn zusammengeschlagen und in einen dunklen Hinterhof verschleppt. „Du hast lange genug gelebt“, sagte einer der Täter, während er Tristan K. das Messer an die Kehle hielt. Das Opfer: „Dann hat er mir mit dem Messer in die Stirn geritzt.“

Die Täter zerrten Tristan K. dann in seine Wohnung und folterten ihn mit einem heißen Bügeleisen! „Sie haben dabei gelacht und gekichert.“ Verschämt zeigt das Opfer seine Brandnarben im Richterzimmer dem Gerichtsmediziner Prof. Wolfgang Eisenmenger. „Ich war fertig zu diesem Zeitpunkt.“ Tristan K. schaut immer wieder zur Anklagebank. Er sieht aber keine Gesichter, so tief haben die Täter ihre Köpfe gesenkt. Am Ende der Zeugenvernehmung entschuldigen sich die Angeklagten mit dürren Worten. Eric M.: „Ich hoffe, du kannst das verarbeiten.“ Der Prozess geht weiter.

Ebu

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