Zwei junge Männer vor Gericht

Sie folterten ihre Geisel mit einem Bügeleisen!

Die beiden Angeklagten vor Gericvht.

München - Auf der Anklagebank erwecken Eric M. (20) und Sebastian N. (18) den Eindruck, als seien sie nette junge Burschen. Doch beide sind zigfach vorbestrafte Serientäter, die vor brutaler Gewalt nicht zurückschrecken.

 Jetzt sind sie unter anderem wegen Geiselnahme angeklagt und weil sie einen 22-Jährigen auf grausame Weise gefoltert hatten.

Die Szene am 3. Dezember in der Schillerstraße beim Hauptbahnhof ist gespenstisch. Gegen 0.30 Uhr stürzen sich die mit Klappmessern bewaffneten Gangster auf den 22-jährigen Tristan K. und zwingen ihn, seine Taschen zu leeren. Sie rauben sein Handy und MP3-Player, aber Bargeld hat Tristan K. keines bei sich. Deshalb schlagen sie sie ihm die Nase blutig. Blut spritzt an ein Klingelschild. Die Täter zwingen ihn, das Blut abzulecken.

Die Verbrecher zerren Tristan K. in einen Hinterhof. Sie schlagen und treten ihn. Eric M. setzt das Messer an seine Stirn, schneidet eine Wunde. Um ihre Macht zu demonstrieren, zwingen sie ihr Opfer, in eine Fensterbank zu beißen.

Das Duo entführt Tristan dann in dessen Wohnung. Sie durchwühlen alles, finden aber kein Geld. Sie machen ein Bügeleisen heiß und fügen Tristan K. drei schreckliche Brandwunden an Brust und Bauch zu! Schließlich zwingen ihn die Verbrecher, zum Geldautomaten zu gehen und 500 Euro abzuheben. Mit dieser Beute machen sich die Täter aus dem Staub.

Bereits am 20. November hatten die Täter beim Hauptbahnhof eine Geisel genommen und diesen gezwungen, am Geldautomaten 100 Euro abzuheben. Angeklagt sind außerdem mehrere gefährliche Körperverletzungen.

Beide Angeklagte sind geständig. Sie lebten in Wolfratshausen, wuchsen bei der Mutter auf. Erics Vater, ein Afrikaner, hat sich schon vor der Geburt aus dem Staub gemacht. Sebastians Eltern hatten sich 1999 getrennt. Beide Burschen schwänzten oft die Schule, sie hingen lieber rum, soffen und kifften. Beide sind erheblich vorbestraft. Opfer Tristan K. tritt am Freitag in den Zeugenstand.

Eberhard Unfried

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