MVV fordert 60 Euro Strafe für Schwarzfahrer

München - Das derzeit geltende Bußgeld von 40 Euro für Schwarzfahrer im öffentlichen Nahverkehr hat nicht genügend abschreckende Wirkung – dieser Meinung ist der Münchner Verkehrsverbund (MVV).

Wie das Unternehmen am Mittwoch bestätigte, unterstützt es die Forderung des Bundesverbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), das Bußgeld auf 60 Euro und bei Wiederholungstaten auf 120 Euro zu erhöhen.

Der VDV hatte am Mittwoch eine gemeinsame Initiative der Politik in Bund und Ländern gegen das Schwarzfahren gefordert. Die Höchstgrenze der Strafe können die Unternehmen nicht von sich aus festlegen. Eine Änderung der Verordnungen müssten Bundesregierung und Länder bestimmen. Anschließend muss der Bundesrat sie absegnen. VDV-Vertreter machten deutlich, dass die Bereitschaft dazu in der Politik bislang „eher gering“ sei – über die Gründe könne nur spekuliert werden.

Die lustigsten Ausreden von Schwarzfahrern

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Während die S-Bahn München mitteilt, die Zahl der Schwarzfahrer sei bei etwa 1,5 Prozent von täglich etwa 800 000 Fahrgästen stagniert, spricht die die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) von einer „leicht steigenden Tendenz“. Die MVG ist zuständig für U-Bahn, Bus und Tram – hier liegt die Zahl der Schwarzfahrer seit Jahren im Bereich von 2 bis 3 Prozent von täglich 1,4 Millionen Fahrgästen – in jüngerer Zeit nehme sie aber zu, sagte MVG-Chef Herbert König. „Dies entspricht einem Einnahmenausfall von gut 10 Millionen Euro pro Jahr zu Lasten der ehrlichen 97 Prozent der Fahrgäste.“

Wie der VDV mitteilte, verständigten sich notorische Schwarzfahrer inzwischen sogar über „Facebook“ minutenaktuell über die Einsatzorte von Kontrolleuren. Zuletzt wurde das „erhöhte Beförderungsentgeld“ am 1. Januar 2003 von 30 auf 40 Euro angehoben.

Johannes Löhr

Rubriklistenbild: © dpa

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