Forschungsrakete aus München im All

+
Eine Forschungsrakete im Raumfahrtzentrum Esrange (Archivfoto)

Kiruna - Eine Münchner Firma hat eine Rakete vom nordschwedischen Raumfahrtzentrum Esrange nahe Kiruna ins All gestartet. Vier Mitarbeiter des Obersendlinger Unternehmens Kayser-Threde waren vor Ort.

„Ich bin selbst Ingenieur und wäre gerne vor Ort dabei gewesen! Hier wird Raumfahrt im wahrsten Sinne des Wortes greifbar“, freut sich Geschäftsführer Jürgen Breitkopf. Das Raumfahrtunternehmen, das 250 Mitarbeiter beschäftigt, hat viele wissenschaftliche Geräte für die Mission gebaut und ist für die Nutzlast und die Servicesysteme zuständig. Zudem sorgte das Team dafür, dass die Rakete nach der Rückkehr zur Erde mittels GPS-Empfänger rasch per Helikopter geborgen wurde.

An Bord der zwölf Meter langen Rakete wurde während der 20-minütigen Flugzeit für sechs Minuten Schwerelosigkeit auf einer Parabelflugbahn erzeugt. In dieser kurzen Zeit sind in einer Höhe von 268 Kilometern die Eigenschaften und das Verhalten von Materialien, Chemikalien und biologischen Substanzen unter dem Einfluss von Schwerelosigkeit untersucht worden.

Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse sollen beispielsweise zur Forschungsoptimierung am Immunsystem beitragen. Dadurch verspricht man sich beispielsweise, Menschen mit Schwindelgefühlen besser helfen zu können. Das Münchner Unternehmen wirkt schon seit 1977 bei dem Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit. Außerdem ist es seit zehn Jahren mit Forschungsprojekten an Bord der internationalen Raumstation ISS vertreten.

Maximilian Ditz

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn: Technische Störung auf der S7, Verspätungen und Teilausfälle
S-Bahn: Technische Störung auf der S7, Verspätungen und Teilausfälle
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Kita-Finder wird verbessert: Das ändert sich für Eltern
Kita-Finder wird verbessert: Das ändert sich für Eltern

Kommentare