Frank-Markus Barwasser gewohnt ironisch

6 Gründe, warum er lieber in München als in Berlin lebt

Franz-Markus Barwasser als Erwin Pelzig in der ZDF-Talksendung "Pelzig hält sich".

München - Die Münchner lieben ihren prominenten Bewohner Frank-Markus Barwasser. Doch seine Begründung, warum er lieber hier als in Berlin lebt, stimmt uns Münchner nachdenklich.

"Um ehrlich zu sein: Ich bin mir nicht sicher, ob dies wirklich der Fall ist", sagt Frank-Markus Barwasser auf die Frage, warum er lieber in München als in Berlin lebt. "Nicht, dass es sich schlecht lebte hier, im Gegenteil", meint Barwasser, der ja eigentlich auch noch gebürtiger Würzburger ist, also Franke. Dann zählt er aber sechs Gründe auf, warum er lieber Wahl-Münchner ist als Wahl-Berliner. Gewohnt ironisch.

"1. Wer ein Herz für Taxler hat und lieber 70 Euro statt 20 Euro anlegt, um zum Flughafen zu gelangen, lebt  in München goldrichtig.

2. Wer auf die gnadenlose Einhaltung der Sperrstunden Wert legt, ebenso.

3. Wer als Normalverdiener mit zwei Dritteln seines Netto-Einkommens frohen Herzens zur Lebensfreude des Vermieters beitragen möchte, sowieso.

4. Wer die Ästhetik von unbewohnten Edel-Palais und Wohn-Höfen schätzt, die leer stehen, weil deren Eigentümer ihre Shopping-Tüten gerade in Dubai oder London abzustellen belieben, will einfach nie mehr weg.

5. Wer Polizisten bewundert, die hinter Bäumen sitzen und auf telefonierende Radfahrer warten, sowieso nicht.

6. Und wer sich schon am frühen Abend lieber mit ruhesuchenden Anwohnern streitet als mit zugereisten Schwaben, hat sein Paradies gefunden."

Barwasserschränkt seine ironische München-Liebeserklärung noch etwas ein: "Nur diejenigen, welche die Ruhe bayerischer Berge und die Beschaulichkeit bayerischer Seen schätzen, die haben ein bisschen Pech", sagt er.

Den Kabarettisten sehen Sie am 14. Juli (ARRI-Studios an der Türkenstraße 91 in München) in einer neuen Folge seines ZDF-Talks "Pelzig hält sich". Diesmal zwingt Erwin Pelzig seine Gäste Yasmin Fahimi (SPD-Generalsekretärin), Thilo Bode (Foodwatch-Chef) und Constantin Schreiber (Nahost-Experte) dazu, die giftig schimmernde Bowle zu trinken.

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