19-Jährige ins Gesicht getreten

7 Monate lang gesucht: Mutter & Tochter stellen Brutalo-Schläger

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In der Disco PL1 suchten Tochter und Mutter nach dem brutalen Täter.

München - Sieben Monate lang hat eine 19-Jährige in München nach ihrem Peiniger gesucht, der ihr Gesicht entstellt hat. Schließlich hatte sie Erfolg. Zusammen mit ihrer Mutter stellte sie den brutalen Schläger.

Sieben Monate lang hat eine 19-Jährige mit ihrer Mutter (40) in einer Diskothek nach ihrem Peiniger gesucht. Der Mann hatte die Tochter im Februar 2015 brutal zusammengetreten und schwerst verletzt. Jetzt sitzt der Schläger (35) in Untersuchungshaft.

Zu der Tat war es in der Nacht auf den 22. Februar gekommen. Die Polin feierte mit einer Freundin in der Disco PL1 in den Optimolwerken am Ostbahnhof. Hier machte ihr der spätere Täter, ebenfalls ein Pole, Avancen, die sie zurückwies. Gegen 3 Uhr am Sonntagmorgen dann traf die 19-Jährige in Begleitung ihrer Freundin am Orleansplatz wieder auf den 35-Jährigen sowie dessen zwei Begleiter. Weil die 19-Jährige ihren Landsmann abermals zurückwies, stieß er sie zu Boden.

Dann trat der Mann der 19-Jährigen mit dem Fuß brutal ins Gesicht. Die Münchnerin erlitt Frakturen im Gesicht, die auch Nervenbahnen beschädigten. Da die Ermittlungen der Polizei erfolglos blieben, machten sich Mutter und Tochter selbst auf die Suche. Jeden Freitag und Samstag hielten sie in der vor allem von Polen besuchten Disco Ausschau nach dem Täter.

Sieben Monate lang. Am 25. Oktober tauchte der Täter wieder auf. Die Mutter alarmierte die Polizei. Festnahme. Wie sich herausstellte, war der 35-Jährige erst kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte unmittelbar nach dem Angriff auf die Frau eine mehrmonatige Haftstrafe wegen Körperverletzung angetreten.

Die Frau war Ende Februar von einem Mann nach einem Club-Besuch schwer getreten worden, nachdem sie dessen Avancen abgelehnt hatte. Dabei erlitt sie derart schwere Verletzungen, dass sie zeitlebens entstellt bleiben wird. 

Zeugenaufruf: 

Unmittelbar nach der Tatausführung, am Sonntag, 22.02.2015, gegen 03.00 Uhr, in der Wörthstraße am Orleansplatz hielt ein unbekannter Mann mit seinem Pkw an. Er konnte den Vorfall beobachten und bot seine Hilfe an. Ohne sich seinen Namen oder seine Erreichbarkeit nennen zu lassen, lehnten die 19-Jährige und ihre Freundin sein Angebot dankend ab, da der Täter und seine zwei Begleiter aufgrund seines Auftretens sofort die Flucht ergriffen hatten. 

Das Kommissariat 26, Telefonnummer 089-2910-0, bittet nun den unbekannten Zeugen sich bei der Polizei zu melden, um seine Wahrnehmungen zu protokollieren.

dpa/mm/tz

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