Triebtäter beißt junger Frau ins Gesicht und bricht ihr das Nasenbein

Sex-Überfall in der Tiefgarage

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Die Polizei hat den Sex-Täter bereits gefasst.

München - Schummriges Licht, dunkle Ecken – Tiefgaragen sind für viele Frauen der blanke Horror.

Was, wenn hier ein Sex-Verbrecher lauert? Für eine 36-jährige Münchnerin wurde dieser Albtraum am Sonntagabend zur Wirklichkeit. Der Triebtäter ging der Polizei kurz nach dem Verbrechen ins Netz. Gegen Thomas H. (42) erließ der Richter inzwischen Haftbefehl – übrigens nicht zum ersten Mal: Der Münchner saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis – unter anderen wegen Vergewaltigung und Körperverletzung.

Es war am Sonntag gegen 21 Uhr, als Thomas H. in einer Tiefgarage an der Leonrodstraße seinem Opfer auflauerte. Als die Frau ihr Auto abgestellt hatte und zum Treppenhaus laufen wollte, griff Thomas H. sie an. Der Sex-Verbrecher schlug die Frau nieder, stürzte sich auf sie und riss ihr die Kleider vom Körper. Die Münchnerin wehrte sich heftig. Trotzdem gelang es Thomas H., seine Hände in ihren Intimbereich zu schieben. Irgendwann ließ der Gewalttäter von seinem Opfer ab und flüchtete. Eine Frau, die kurz danach zufällig in die Tiefgarage gekommen war, alarmierte die Polizei.

Die Fahndung brachte schnell Erfolg: Thomas H. wurde wenige hundert Meter vom Tatort in der Leonrodstraße festgenommen. Er gestand die Tat. Die 36-jährige Münchnerin wurde ins Krankenhaus gebracht. Thomas H. hatte sie schwer verletzt, unter anderem mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen und eine Bisswunde im Gesicht zugefügt.

Die Tat erinnert an die schlimme Messerattacke vergangene Woche in Töging am Inn. Dort hatte ein vielfach vorbestrafter Mann versucht, ein 16-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Als ihm dies nicht gelang, stach Kurt A. (40) mehr als 20 Mal mit einem Messer auf sein Opfer ein. Wie durch ein Wunder überlebte das Mädchen den Angriff. Der Täter hatte wegen seiner Verbrechen 18 Jahre im Gefängnis und in der Psychiatrie verbracht.

Auch der Triebtäter aus der Tiefgarage war bereits wegen Vergewaltigung und Gewaltdelikten zu mehreren Jahren Knast verurteilt worden. Thomas H. lebte zuletzt in einem Männerwohnheim in Untergiesing und war arbeitslos.

Jacob Mell

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