Recherche mit zwei Monaten Verzug nicht einfach

Frau aus dem Bus geschleudert: Das sagt die MVG

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Die MVG setzt alles daran, den Unfall Renate Krizics aufzuklären.

München - Nach dem Unfall am 15. Dezember, als sich Renate Krizic (65) einen Oberschenkelbruch zuzog, setzt die MVG alles daran, den Fall aufzuklären. Hier ist die Stellungnahme der Verkehrsgesellschaft.

Renate Krizic ist weiterhin auf Zeugensuche. Jetzt meldet sich die MVG zu Wort, die alles daran setzt, den Fall aufzuklären. Pressereferent Matthias Kortes Stellungnahme im Wortlaut: 

"Zunächst mal hoffen wir, dass sich die Dame inzwischen einigermaßen von ihrem Sturz erholt hat. Wir können ihr auch versichern, dass uns sehr an einer Aufklärung dieses Falls gelegen ist, zumal wir uns kaum vorstellen können, dass einer unserer Busfahrer einen gestürzten Passanten einfach liegen lässt und weiterfährt.

Allerdings ist die Recherche mit zwei Monaten Zeitverzug alles andere als einfach. Auch liegen uns nur sehr ungenaue Angaben vor. Ferner wurde der Sturz – soweit wir wissen – leider nicht polizeilich dokumentiert.

Aufgrund der bisher vorliegenden Angaben der verunfallten Dame hatten wir Ende letzter Woche zunächst einen Bus der Linie 56 ermittelt, der von einem unserer privaten Kooperationspartner gefahren wird und zur fraglichen Zeit an der Pasinger Haltestelle war. Die Befragung der Fahrerin hat nun allerdings ergeben, dass diese erst an die Haltestelle kam, als die Dame dort bereits lag und von Passanten betreut wurde. Die Busfahrerin orderte über das MVG Betriebszentrum einen Rettungswagen, hat sich also völlig richtig verhalten.

Zwischenzeitlich haben wir weitere Fahrer befragt, die am 15. Dezember gegen 13 Uhr auf der Linie 56 Dienst hatten. Leider konnte keiner von ihnen Angaben zu dem Fall machen. Auch der von der Dame beschriebene Hergang des Sturzes ist für uns so nicht nachvollziehbar. Wenn ein Bus an einer Haltestelle hält, also stehen bleibt, kann er – solange die Türen geöffnet sind – nicht wieder anfahren. Vor diesem Hintergrund ist keine Konstellation denkbar, durch die ein Fahrgast aus dem Fahrzeug „geschleudert“ werden könnte. Schließlich genügen unsere Busse allen einschlägigen Sicherheitsvorschriften.

Gerne werden wir weiteren Hinweisen nachgehen, sofern sich in diesem Fall neue Erkenntnisse ergeben."

Hier geht's zum Zeugenaufruf.

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