Feuer in Giesing

Wohnungsbrand: Notarzt muss Frau reanimieren

München - Räucherkerzen haben in einer Wohnung in Obergiesing am Dienstagmorgen einen schweren Brand ausgelöst, den die Wohnungsinhaberin beinahe mit dem Leben bezahlt hätte.

Am Dienstagmorgen gegen 5.55 Uhr bemerkte eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses an der Tegernseer Landstraße Brandgeruch im Hausflur und verständigte die Feuerwehr.

Die Rettungskräfte konnten den Brandgeruch in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lokalisieren, die sie anschließend öffneten. Die 58-jährige Wohnungsinhaberin wurde leblos am Boden im Wohnzimmer vorgefunden. Sie musste durch einen Notarzt reanimiert werden. Anschließend wurde sie zur stationären Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Sie erlitt eine lebensgefährliche Rauchvergiftung.

Nach Inaugenscheinnahme der Wohnung brach der Glimmbrand im Bereich eines Kunststoffregals im Badezimmer aus. In der Wohnung befanden sich diverse Rauchutensilien, wie auch Räucherkerzen und ähnliches. Aufgrund der Tatsache, dass im Bereich der Brandausbruchsstelle keinerlei stromführende Geräte angebracht oder aufgestellt waren, scheidet eine technisch bedingte Brandursache aus.

Es ist davon auszugehen, dass der Glimmbrand vermutlich durch Rauchzeugreste verursacht worden ist. Wahrscheinlich dauerte der Brand eine längere Zeit an, bevor er von der Bewohnerin entdeckt wurde. Aufgrund der immensen Rauchentwicklung und Intoxikation gelang es ihr vermutlich nicht mehr, die Feuerwehr selbst zu rufen bzw. den Brand abzulöschen.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 50.000 Euro.

Rubriklistenbild: © dpa

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