Frau geht mit gefundener Kreditkarte Shoppen

München - Seltsame "Kurzschlussreaktion": Eine 40-jährige Münchnerin hat eine Kreditkarte gefunden. Statt sie zurückzugeben, ging die Frau erst einmal Einkaufen.

Bereits im Februar befand sich ein 44-jähriger Münchner in einem Schnellrestaurant in der Hanauer Straße. Er bezahlte die Speisen mit einer Visa-Kreditkarte und ließ die Karte versehentlich nach dem Bezahlen an der Kasse liegen.

Die Restaurantleiterin, eine 40-jährige Münchnerin, fand die vergessene Karte bei einem Rundgang durch das Restaurant am nächsten Morgen. Sie nahm die Karte an sich und ging nach dem Ende ihrer Arbeit zum Einkaufen. In verschiedenen Geschäften kaufte sie kosmetische Produkte und Bekleidungsartikel im Wert von knapp 500 Euro und bezahlte jeweils mit der Visa-Karte die auf einen männlichen Namen ausgestellt war. Das Kassenpersonal aller Geschäfte akzeptierte die Karte ohne Bedenken.

Da sie bei zwei Einkäufen von einer Überwachungskamera gefilmt wurde, konnte sie später identifiziert werden. Bei ihrer Vernehmung nannte sie als Grund für ihre Einkäufe eine Kurzschlussreaktion. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde sie wieder entlassen.

Warnhinweis der Polizei: In diesem Zusammenhang ergeht zum einen ein Warnhinweis an alle Kartennutzer, bei der Bezahlung mit Karten darauf zu achten, die eigene Karte nach dem Zahlvorgang wieder an sich zu nehmen.

Zum anderen ergeht ein Warnhinweis an alle Akzeptanzstellen von Kartenzahlungen, zumindest einen grundsätzlichen Abgleich zwischen Kartenvorleger und dem Namen auf der Karte vorzunehmen. Stimmt das Geschlecht und die Unterschrift? Im Zweifelsfall Ausweis vorzeigen lassen!

Rubriklistenbild: © dpa

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