Schwarzfahrerin rastet aus

Bahnmitarbeiter von Frau an den Genitalien gepackt

München - Ein turbulentes Wochenende an Münchens Bahnhöfen hat die Bundespolizei hinter sich. Fünf Mal ermittelt sie nun wegen Körperverletzung. Eine Frau hielt die Beamten dabei besonders auf Trab.

Sie war ohne Fahrschein unterwegs, zeigte aber keinerlei Einsicht: Am Samstag ist eine 27 Jahre alte Schwarzfahrerin am Bahnhof Moosach aufgeflogen. Gegen 22.30 Uhr konnte sie einem Bahnmitarbeiter keinen Fahrschein vorzeigen. Mit ihrer Schwarzfahrerei konfrontiert, rastete die junge Frau laut Bundespolizei plötzlich aus und bespuckte, kratzte und schlug einen Sicherheitsmitarbeiter der Bahn. Damit aber nicht genug: Die nicht alkoholisierte Dame - die schon öfter "fahrkarten-los" ertappt worden war - griff dem Mann auch noch heftig in seine Genitalien. Auch gegenüber den Beamten der Bundespolizei machte sie einen aggressiven und verwirrten Eindruck.

Mann zu Boden geschubst

Am Sonntag gegen Mitternacht schubste ein 19-Jähriger aus Schwabing am Harras einen 44 Jahre alten Mann zu Boden. Der Vietnamese verletzte sich bei dem Sturz an Ellenbogen, Kopf und Rücken. Eine unbekannte Frau, vermutlich die Freundin des Angreifers, ging dazwischen. Sie entschuldigte sich für das Verhalten und suchte anschließend mit dem jungen Mann das Weite. Eine Streife der Bundespolizei konnte den Schwabinger aber später in der Nähe vorläufig festnehmen.

Bierflasche als Waffe

Gegen 0.40 Uhr kam es am Ostbahnhof zu einer versuchten gefährlichen Körperverletzung. Ein 34 Jahre alter Kenianer hatte zuerst einen 29-jährigen Angestellten eines Geschäfts beleidigt und dann mit einer Bierflasche nach ihm geschlagen. Ein Securitymitarbeiter schritt ein und verhinderte Schlimmeres.

24-Jähriger schlägt Frau mit Faust ins Gesicht

Wenig später, um 2.30 Uhr, hatte am Bahnsteig 3 des Ostbahnhofs ein betrunkener 24-Jähriger (1,8 Promille) seiner 20 Jahre alten Frau nach einem Streit mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zwei 18-Jährige hatten die Tat des Polen beobachtet und daraufhin die Polizei alarmiert. Die Zeugen hielten das Paar aus Moosburg so lange in Schach, bis die Bundespolizei eintraf.

Handgemenge am Hauptbahnhof

Gegen 5.45 Uhr waren ein 21-Jähriger und ein 24-Jähriger im Hauptbahnhof in München in Streit geraten. Der Jüngere (2,02 Promille Atemalkohol) soll zuvor eine bislang unbekannte junge Frau bedrängt haben. Der 24-Jährige (0,9 Promille) aus Landshut wollte den aufdringlichen Vilgertshofener zurechtweisen. Der ließ sich das aber nicht gefallen und es kam zu einem Handgemenge, bei dem der 21-Jährige neben einer blutigen Lippe und einem blutigen Finger auch ein zerrissenes Hemd davontrug. Beide waren im Beisein von Freunden unterwegs, die vergeblich versucht hatten, die Streithähne zu trennen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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