Frau sperrt Mann aus - er zündet eigenes Haus an

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Hermann G. musste im Keller schlafen

München - Hermann G. (43) war außer sich vor Wut. Seine Frau hatte ihn wieder mal ausgesperrt, weil er zu tief ins Glas geschaut hatte. Deswegen legte der Trunkenbold im eigenen Haus Feuer.

„Mach die Tür auf oder ich zünd’ das Haus an!“ Hermann G. (43) war außer sich vor Wut. Seine Frau hatte ihn wieder mal ausgesperrt, weil er zu tief ins Glas geschaut hatte. Kurze Zeit später brannte es tatsächlich in dem Wohnhaus an der Riesenfeldstraße (Milbertshofen). Giftiger Rauch zog vom Keller in die Flure! Jetzt muss sich der arbeits­lose Bäcker wegen schwerer Brandstiftung vor Gericht verantworten.

Hermann G. war an diesem 10. Juli gut drauf, hatte doch die deutsche Nationalmannschaft im Spiel um Platz drei gegen Uruguay gewonnen. Während seine Frau sich danach ins Bett legte, bekam er noch mal Durst. Sie drohte ihm: „Wenn du gehst, bleibt die Tür zu.“ Er zog trotzdem los und riskierte, wie schon öfter in seinem Kellerabteil übernachten zu müssen.

In welchem Zustand kam er heim? „Ja mei, i war bsuffa“, sagt der Angeklagte auf Frage der Richterin. Dass er herumtobte, gibt er zu, aber er bestreitet, das Feuer in seinem Kellerabteil gelegt zu haben. Er habe nur den Brand entdeckt und deshalb gerufen: „Spatzerl, mach auf, es brennt!“

Warum das Feuer ausgerechnet in seinem Kellerabteil ausbrach, in dem er seine Schlafstätte eingerichtet hatte? Das könnten nur die bösen Nachbarn gewesen sein, mutmaßt der Angeklagte: „Da konnte jeder rein.“ Bei dem Brand mussten die Bewohner evakuiert werden, einige erlitten eine leichte Rauchvergiftung. Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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