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Fraunhoferstraße München: CSU will nur noch einen Radweg - „Räume für Parkplätze und Lieferzonen“

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Von: Sascha Karowski

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So stellt sich die CSU München künftig die Fraunhoferstraße vor: nur noch ein Radweg, dafür aber mit mehr Grün.
So stellt sich die CSU München künftig die Fraunhoferstraße vor: nur noch ein Radweg, dafür aber mit mehr Grün. © CSU

Die Fraunhoferstraße München hat es zurück auf den Themenzettel geschafft: Die CSU würde gern die Radwege auf eine Spur in eine Fahrtrichtung reduzieren. Dafür sollen Grünflächen entstehen - und Lieferzonen.

München - In der Fraunhoferstraße sollen die Radwege auf eine Spur in eine Fahrtrichtung reduziert werden. Das fordert die CSU. Gleichzeitig soll eine Einbahn-Fahrradspur in gegenläufiger Richtung in der Corneliusstraße geschaffen werden. „Damit erfährt diese Straße eine wesentliche Aufwertung und Beruhigung“, sagt CSU-Stadtrat Hans Hammer.

Fraunhoferstraße München: Grüne und SPD hatten die Radwege aufmalen lassen

Grüne und SPD hatten in der Fraunhoferstraße in beiden Richtungen rote Fahrradstreifen anbringen lassen. Für die rund 2,30 Meter breiten Spuren mussten auf 500 Metern die Stellplätze zwischen der Müllerstraße und dem Bereich Baader-/Reichenbachstraße weichen. „Das ist leider ein Musterbeispiel für undurchdachte Verkehrspolitik im Sinne der rot-grünen Verkehrswende“, sagt CSU-Stadtrat Thomas Schmid.

Von Anbeginn der Umsetzung habe die Stadtverwaltung einer kritischen Bürgerschaft und aufgebrachten Gewerbetreibenden gegenübergestanden. „Mit unserer beantragten Variante der Fahrradführung entstehen neue Räume für die örtlich wichtigen Parkplätze und Lieferzonen.“ Die Verkehrsverstöße durch parkende Fahrzeuge auf den Radwegen dürften sich minimieren, und die Aufenthaltsqualität könne durch zusätzlich- maßvolle Begrünung erhöht werden.

CSU-Stadtrat Hans Hammer: Mehr Aufenthaltsqualität, ohne Radverkehr einzuschränken

Das unterstreicht auch Hammer. „Die durch den Wegfall des Fahrradweges gewonnene Fläche kann zur Einrichtung von Grünflächen, Anlieferbuchten und Freischankflächen genutzt werden. Die äußerst positive Folge: mehr Aufenthalts- und Nutzungsqualität in der Fraunhoferstraße, ohne den Radverkehr einzuschränken.“

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