Freiluft-Sex am See erregt Rentner - Prügel!

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Am Lerchenauer See (Archivfoto) war was im Busch

München - Es war ein lauer Sommermorgen, als Peter N. (66) seinen Hund am Lerchenauer See spazieren führte. Dort war in der Früh schon allerhand im Busch. Ein Pärchen vergnügte sich beim Sex! Der Fall endete jetzt vor Gericht.

Siegfried K. schlug zu, weil er am Lerchenauer See beim Sex gestört wurde

Denn anstatt einfach weiterzugehen, protestierte der Rentner lautstark: „Hört auf damit!“ Prompt bekam er die Wut des um seinen Spaß gebrachten jungen Mannes schmerzhaft zu spüren. Der gestoppte Liebhaber Siegfried K. (28) muss sich nun wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Die Erregung des Rentners ist noch deutlich zu spüren, als er in den Zeugenstand vor dem Amtsgericht tritt. „Splitternackt waren sie. Das konnten die hier doch nicht machen“, rechtfertigt er sein Einschreiten. „Es konnten ja jederzeit Kinder vorbeikommen.“

Sein Einschreiten an jenem 5. Juni 2010 hatte zur Folge, dass die oben sitzende Dame blitzartig von ihrem Sigi heruntersprang und ihre Klamotten schnappte. Siegfried K., nur mit Socken bekleidet, wurde richtig wütend. Der Reiniger stand auf und ging auf Peter N. los. „Dann mach’ es halt du mir“, soll er gebrüllt haben, ehe er dem 66-jährigen einige heftige Fausthiebe verpasste.

Moralapostel: Peter N. (66)

„Hier habe ich geblutet“, sagt Peter N. und deutet auf eine Stelle unterhalb des linken Auges. Sein Arzt musste nicht nur die Risswunde versorgen. Er diagnostizierte auch eine Schädelprellung und Blutergüsse. Richtig nachvollziehen kann Richterin Gertrud Schröder sein Verhalten freilich nicht: „Warum sind Sie nicht einfach weitergegangen?“ Und: „Warum spielen Sie die Sittenpolizei?“ Peter N. hat sofort eine Erklärung parat: „Sie haben mir den Weg versperrt.“ Er stellt die Gegenfrage: „Wie kann ich da weitergehen, wie kann man an öffentlichen Stellen so etwas tun?“

Ein zufällig vorbeijoggender Polizeibeamter beendete die Schlägerei. Dieser betont im Zeugenstand, dass der Rentner sich gegen die Schläge des Angeklagten zur Wehr setzte.

Der Prozess muss am 13. Januar fortgesetzt werden, weil Sigis Sex-Partnerin nicht als Zeugin erschien. Die Richterin verhängte ein Ordnungsgeld von 200 Euro und lässt die Zeugin polizeilich vorführen.

Eberhard Unfried

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