Freispruch für Hotel Bayerischer Hof

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Entlastung für das Hotel Bayerischer Hof.

München - Nach über zwei Jahren ist der Bayerische Hof vom Vorwurf reingewaschen, wissentlich Dumpinglöhne im eigenen Haus zugelassen zu haben.

Das Amtsgericht hob jetzt einen Bußgeldbescheid über 50 000 Euro auf, gegen den die Geschäftsführung Widerspruch eingelegt hatte. Hotelchefin Innegrit Volkhardt sieht sich durch den Freispruch bestätigt.

Zimmermädchen-Zoff: Hotel lehnt Bußgeld ab

Seit Aufdeckung des Skandals um unter Tarif bezahlte Zimmermädchen im Herbst 2008 hatte sie betont, sie habe nichts über die gesetzeswidrigen Arbeitsverhältnisse gewusst: Beauftragt war die Reinigungsfirma PowerClean, bei der die aus Osteuropa stammenden Frauen angestellt waren. Sie schufteten für Hungerlöhne, Urlaub wurde ihnen nicht zugestanden – obwohl im Vertrag des Fünf-Sterne-Hotels mit Power­Clean alle erforderlichen Mindestarbeitsbedingungen festgelegt waren.

Eine Steuerkanzlei hatte deren Einhaltung bestätigt. Der Bayerische Hof sei nicht zur Nachprüfung verpflichtet gewesen, das stellte jetzt das Gericht fest. Innegrit Volkhardt sei kein Fehlverhalten vorzuwerfen.

München - auferstanden aus Ruinen

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BW

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