Herr Söder, sehen Sie uns?

Freistaat-Beschäftigte streiken vor Ministerium

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1500 Beschäftige streikten vor Söders Ministerium.

München - Finanzminister Markus Söder (CSU) dürfte es nicht gefallen haben, was am Dienstag vor seinem Ministerium los war. Mehr als 1500 Beschäftigte des Freistaats demonstrierten für mehr Gehalt.

Mehr als 1500 Beschäftigte des Freistaats hatten sich zum Streik- und Aktionstag der Gewerkschaft Verdi und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) dort versammelt. Mit Pfeifen und Bannern machten sie auf sich aufmerksam. Gemeinsam appellierten sie an ihren Dienstherrn: „Unsere Arbeit ist mehr wert!“ Wie ernst es den Beschäftigten mit ihrem Anliegen ist, zeigt die große Zahl der Teilnehmer. „Mit so vielen Leuten sind wir noch nie hier vor dem Ministerium gestanden. Wenn Herr Söder dieses Signal nicht versteht, ist ihm nicht zu helfen“, sagt der Münchner Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner.

Die Liste der streikenden Betriebe ist lang: Sie reicht von den Unis, über Unikliniken, Bayerische Staatstheater, Autobahnmeistereien, bis zu Justiz- und Finanzbehörden. Vor allem das Klinikum der Universität und das Klinikum rechts der Isar traf der Arbeitskampf: Hier mussten viele Operationen abgesagt werden. Im Residenztheater fehlte am Abend das Personal für eine Theateraufführung im Marstall. Das Publikum wurde mit einer kostenlosen Lesung entschädigt.

Mit dem bayernweiten Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi nochmal Druck auf den Freistaat ausüben. Denn am Donnerstag startet die dritte Runde der Tarifverhandlungen. Verdi und die GdP fordern unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn, die Übernahme von Auszubildenden und keine Kürzung der Urlaubstage.

In der tz erzählen vier Angestellte des Freistaats, warum sie vor dem Finanzministerium demonstrieren:

Darum streiken wir vor dem Finanzministerium

Beate Winterer

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