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Statt zehnfacher Erhöhung: Anwohnerparken in München kostet weiter 30 Euro im Jahr

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Von: Sascha Karowski

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Da Bild zeigt Schilder für das Anwohnerparken.
Die Parkgebühren für Anwohner bleiben vorerst unverändert © imago

Das dürfte viele Münchner freuen: Parkausweise für Anwohner kosten wohl auch dieses Jahr lediglich 30 Euro im Jahr. Der Freistaat will die Regelungen nicht ändern.

München - Die Gebühren für das Anwohnerparken in München bleiben wohl auch dieses Jahr unverändert. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilt das Innenministerium mit, dass es aktuell keine Bestrebungen gebe, den Kommunen die Ausgestaltung der Parkgebührenordnung zu überlassen. Grund seien die „aktuellen Belastungen der Bürger durch die allgemeinen Preissteigerungen, die hohen Energiepreise und die anhaltend hohe Inflation“.

Anwohnerparken in München: Innenministerium müsste eine Verordnung erlassen, tut es aber nicht

Der Freistaat müsste per Verordnung erlauben, dass Kommunen wie München die Höhe der Gebühren für das Anwohnerparken selbst festlegen kann. Bisher gelten bayernweite Regeln, demnach kostet in München ein Ausweis für die 62 Parklizenzgebiete 30 Euro pro Jahr.

Diese Gebühr wird vielfach als zu gering angesehen, nicht nur, weil in München der öffentliche Raum knapp ist. Auch sind Tiefgaragenstellplätze häufig wesentlich teurer, und so besteht oft nur wenig Motivation, sich um einen Parkplatz in einer Tiefgarage zu bemühen.

Städtetag und eine Studie gehen von einer Verzehnfachung aus

Der Städtetag hatte vor einer Weile eine Erhöhung der Parkgebühren auf 200 bis 300 Euro vorgeschlagen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine Studie im Auftrag des Münchner Verkehrsverbundes, der Verkehrsgesellschaft und der Stadt.

Grüne und SPD hatten erst vor wenigen Monaten die Kosten für die Parkausweise für Handwerker erheblich angehoben. Zunächst von 265 auf 720 Euro, dann mussten die Politiker jedoch nachjustieren. Weil zu wenig Handwerker einen Ausweis beantragt hatten, drosselte die Stadt die Gebühren auf 360 Euro.

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