Freundin schwer misshandelt: 39-Jähriger vor Gericht

München - Nach schwerster Misshandlung seiner Freundin muss sich ein 39 Jahre alter Mann seit Montag wegen versuchten Mordes vor dem Münchner Schwurgericht verantworten.

Die Frau kann dazu nicht mehr als Zeugin gehört werden, sie ist als Folge von Hirnblutungen und Schädelbrüchen ins Wachkoma gefallen.

Das Opfer selbst hatte nach ihren Verletzungen den Polizeibeamten und Sanitätern von wütenden Übergriffen des Angeklagten berichtet. Sie sei ein Ersatzopfer gewesen - der 39-Jährige habe in der Nacht zum 1. Dezember 2010 an ihr seine Wut auf eine Ex-Freundin abreagiert, die ihm Besuche bei dem gemeinsamen, damals knapp zweijährigen Sohn verwehrte.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte sein Opfer schwer misshandelt und verprügelt. Danach soll er das stark blutende Opfer ins Bett gelegt und es hilflos zurückgelassen haben.

Der Angeklagte lastete zum Prozessauftakt die schweren Verletzungen dagegen der Freundin selbst an. Die 41-Jährige sei nach einer Party mit reichlich Alkohol- und Drogenkonsum berauscht gewesen und in ihrer Wohnung immer wieder schwer gestürzt, sagte der 39-Jährige.

Er ist wiederholt wegen Körperverletzung angezeigt worden. Zur Verurteilung führte bisher nur ein Widerstand gegen Polizeibeamte, ein Verfahren wegen Misshandlung eines Chefs wurde im Prozess gegen Geldbuße eingestellt, in den übrigen Fällen kam es wegen unzureichender Beweislage nicht zur Anklage. - Der Prozess dauert an.

dpa

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