Weil sie keinen Arzt riefen

Mutter (32) stirbt – befreundetes Paar verurteilt!

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Die Angeklagten schämen sich für ihren tödlichen Fehler.

München - Eine Mutter von zwei Kindern hatte zuviel Alkohol und Drogen konsumiert, danach ging es ihr sehr schlecht. Ein befreundetes Paar half ihr, aber rief keinen Arzt. Die Frau starb - und das Paar landete vor Gericht.

Der Tod von Jasmin S. kam langsam und grausam: Die 32-jährige Mutter von zwei Kindern hatte die Nacht zum 6. August 2012 im Backstage durchgemacht, viel Alkohol getrunken und die Droge „Black Ecstasy“ eingeworfen. Daraufhin ging es ihr furchtbar schlecht. Ein befreundetes Pärchen kümmerte sich um sie. Aber Kathrin K. (23) und Michael L. (28) machten einen Riesen-Fehler: Sie riefen keinen Arzt!

Wegen unterlassener Hilfeleistung musste sich das Paar Montag vor dem Amtsgericht verantworten. Die Beiden hatten Jasmin, die einen Fieberschub von rund 42 Grad erlitt, am frühen Morgen zu ihrer Wohnung in Unterschleißheim begleitet. „Sie hat gesagt, dass sie keinen Arzt will“, so Kathrin K. vor Gericht. „Sie hatteAngst, dass sie ihre Kinder verliert.“ Mit kalten Umschlägen wollten die Angeklagten Jasmin helfen. Erst als ihr Atem aussetzte, riefen sie den Notarzt – zu spät!

Urteil: Acht Monate für Kathrin, sechs für ihren Freund – auf Bewährung.

Ebu

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