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Kundin fordert Taxler zur Liebesnacht im Luxus-Hotel auf – dann eskaliert die Situation

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Von: Andreas Thieme

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Martina U. (52, Name geändert) musste sich vor dem Amtsgericht verantworten
Martina U. (52, Name geändert) musste sich vor dem Amtsgericht verantworten. © MM/tz

Kurioser Prozess vor dem Münchner Amtsgericht: Eine Friseurin musste sich verantworten, weil sie angeheitert einen Taxler verführen wollte – doch der Abend endete nicht im Bett.

München – Seit vier Jahren fährt Roman K. (25, alle Namen geändert) neben seinem Studium Taxi – doch so etwas wie am 24. August 2021 ist dem Münchner* noch nie passiert. „Eine Dame wollte mich zum Sex zwingen – und hat mich heftig attackiert“, sagte er am Donnerstag vor dem Amtsgericht aus.

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Prozess in München: Betrunkene Frau will mit Taxler in ein Zimmer im Bayerischen Hof

Dort war Martina U. (52) angeklagt: Die Friseurmeisterin hatte vorigen Sommer ein Taxi gerufen, um ihren Sohn nahe des Gärtnerplatzes zu besuchen. Laut Anklage war sie angetrunken und forderte den Taxler plötzlich auf, mit ihr zum Bayerischen Hof zu fahren – um dort gemeinsam ein Zimmer zu nehmen. „Sie sagte, sie will feiern und eine Liebesnacht im Luxushotel mit mir verbringen. Das habe ich aber abgelehnt“, sagte Roman K.

Das konnte die Dame anscheinend nicht verkraften. Denn anschließend kam es zum handfesten Streit. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft belästigte die Kundin den Taxler danach sexuell – und zwar besonders renitent. „Sie küsste meine Hand und leckte sie ab. Danach legte sie meine Hand auf ihre Brust und griff mir auch noch in den Schritt.“

Prozess in München: Friseurin belästigt Taxler sexuell und muss vor Gericht

Als der Taxler die Annäherungen abwehrte, flippte Martina U. aus: Erst riss sie das Funkgerät aus der Halterung, danach verbog sie den Scheibenwischer und trat einen Spiegel ab. „Sie war so außer sich, dass ich die Polizei* rufen musste“, sagte der Münchner Taxler. Er traf gestern vor Gericht wieder auf seine Peinigerin.

Doch die Angeklagte entschuldigte sich nicht, sondern fluchte stattdessen wild vor sich hin: „Diese Vorwürfe sind ungeheuerlich! Was soll ich denn mit einem 25-Jährigen?“, sagte Martina U. Im Prozess kam heraus: Fast zwei Flaschen Wein hatte sie am Tattag getrunken – und wurde schließlich verurteilt: Wegen des sexuellen Übergriffs und Sachbeschädigung erhielt Martina U. sieben Monate Haft auf Bewährung. Und stampfte wütend aus dem Gericht. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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