Fritz Wepper nicht mehr in Lebensgefahr

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Fritz Wepper liegt mit einer Blutvergiftung im Krankenhaus.

München - Schock: Nachdem sein Hund ihn verletzt hatte, ist Fritz Wepper jetzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 69-jährige Schauspieler hat eine Blutvergiftung erlitten, ist aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Schlappohren und ein treuer Blick — Fritz Wepper (69) und sein Jagdhund Aron (2, Deutsch-Drahthaar) sind seit November ein Dream-Team. Aus Versehen aber hat ihm sein tierischer Freund nun in Lebensgefahr gebracht: Ein kleiner Kratzer führte zu einer Blutvergiftung! „Es hätte leicht schiefgehen können“, sagte der Schauspieler zur tz. „Ich hätte nicht gedacht, dass ein kleiner Kratzer so ernste Folgen haben kann.“

Noch immer liegt Wepper im Krankenhaus. „Das ist eine längere Geschichte und nicht so schnell kuriert“, sagte er. Doch gehe es ihm „den Umständen entsprechend gut“. Dabei wollte Hund Aron seinem Herrchen nichts Böses, als er am vergangenen Dienstag fröhlich herumtollte. Der Rüde kratzte Wepper am Umterarm — ein Missgeschick. Die Schramme in seiner Haut war nicht tief, so ließ Wepper sie.

Was er nicht ahnte: lebensgefährliche Keime waren von der Hundepfote in sein Blut gelangt! Sein Körper meldete Alarm, in der Nacht bekam Wepper Fieber. Trotzdem wollte er am nächsten Morgen zum Dreh für die beliebte ARD-Serie "Um Himmels Willen". Auf den Rat seiner Lebensgefährtin Susanne Kellermann (33) ging er aber vorher zum Arzt — und bekam fälschlicher grünes Licht für den Dreh. Aber als er vor den Kameras stand, verschlechterte sich sein Zustand rapide. Mit Schüttelfrost kam Wepper in die Klinik. Dort wird er nun mit Antibiotikum behandelt. Wann er wieder entlassen werden kann, ist offen.

Linda von Beck, Susanne Sasse

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Wie gefährlich ist ein Haustier?

Eine Blutvergiftung vom treusten Freund! Die Nachricht, dass Schauspieler Fritz Wepper (69) durch einen Kratzer seines Hundes Aron eine Blutvergiftung bekam und ins Krankenhaus musste, verunsichert Tierfreunde. Die tz sprach mit einem Experten über Gefahren.

Welche Infektionen drohen? Alles von Hautinfektionen über Blutvergiftungen bis hin zu Knochen- und Hirnhautentzündungen. „Besonders, wenn man durch ein Tier verletzt wird, ist es gefährlich. Keime können auch bei kleinen Schrammen eingeschleppt werden“, sagt Dr. Nikolaus Frühwein, Infektologe aus München. Auf Tieren können sich Keime gut vermehren - besonders gut im Maul.

Wie kann man sich schützen? Regel Nummer eins: Nach dem Kontakt mit einem Tier Hände waschen. Auch sollte man Hund oder Katze nicht abbusserln oder im Bett schlafen lassen - Zeckengefahr!

Was mache ich nach einem Biss oder Kratzer? „Die Wunde ausbluten lassen und desinfizieren“, rät Frühwein. Mit einem Alkoholtuch oder einer Mundspülung, notfalls mit Seife abwaschen. Risse nicht gleich zukleben oder -nähen, sonst werden Keime eingeschlossen.

Was sind die Zeichen einer lebensgefährlichen Blutvergiftung? „Wenn es nach zwei Tagen an der verletzten Stelle pocht, ist das ein schlechtes Zeichen“, sagt Frühwein. Weitere mögliche Anzeichen: eine Rötung oder ein roter Streifen unter der Haut Richtung Körpermitte. Wenn Fieber oder Schüttelfrost kommen, ist Eile geboten. Bei einer Blutvergiftung drohen Kreislaufversagen oder Herzstillstand, da das Blut die Keime im Körper verteilt.

Gibt es Parasiten, die Haustiere übertragen können?Katzenhalter können sich mit Toxoplasmen infizieren, die mit dem Katzenkot ausgeschieden werden. Sie können während der Schwangerschaft das ungeborene Kind erreichen und vorgeburtliche Schädigungen verursachen. Der Spulwurm Toxocara entwickelt sich im menschlichen Körper weiter, wenn er verschluckt wird. Zudem können sich Menschen durch Hundekot oder ungewaschene Früchte aus dem Wald mit Larven des kleinen Fuchsbandwurms infizieren.

Susanne Sasse

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