Gastredner beim Gastrofrühling

Söder: "Deutschland geht es so gut, weil es uns Bayern gibt"

Gastrofrühling Frühlingsfest München
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Gastrofrühling auf dem Frühlingsfest.
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Gastrofrühling auf dem Frühlingsfest.
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Gastrofrühling auf dem Frühlingsfest.

München - Mehr als 2500 deutsche Hoteliers und Gastronomen haben sich im Hippodrom getroffen - zum Gastrofrühling auf dem Frühlingsfest. Interessant war, was Gastredner Markus Söder zu sagen hatte.

Zum Gastrofrühling hatte der bayerische Hotel- und Gaststättenverband, DEHOGA Bayern, eingeladen. Vor der Veranstaltung gab es noch ein gemeinsames Foto von Markus Söder, Toni Roiderer, (Sprecher der Wiesnwirte) und Bedienungen aus allen Wiesn-Festzelten. Söder wollte mit dieser Aktion auf die von ihm durchgesetzte Lösung des „Permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleichs“ hinweisen, die auch für 2016 gilt. Söder: „Volksfestbedienungen sollen für ihre Arbeit mehr Netto in der Tasche haben.“

Dann kam die Brandrede von DEHOGA-Bayern-Präsident Ulrich N. Brandl. Er betonte, dass der Gastrofrühling „eine eindrucksvolle Demonstration von Geschlossenheit und Stärke, andererseits ein großes Fest" sei. Brandl forderte die Abschaffung der „unsinnigen Verordnung zur Allergenkennzeichnung“ und die Änderung der „völlig überzogenen Dokumentationspflicht des Mindestlohnes“. Das Arbeitszeitgesetz müsse dringend reformiert werden. Brandl: „Das Beharren von Frau Nahles auf dieser starren Regelung ist ja geradezu schizophren.“

Auch sei eine Regionalisierung der Erbschaftssteuer dringend erforderlich. Es könne nicht sein, dass „Reiche immer reicher werden und der Mittelstand langsam ausblutet“, so Brandl. Auch das Thema Mehrwertsteuer, seit Jahren „sein Leidenschaftsthema“, sei noch nicht zufriedenstellend gelöst. An Markus Söder gewandt sagte er: „Machen Sie weiterhin wirksame Politik, die bei den Menschen ankommt“.

Die anwesenden Gäste dankten ihm mit lang anhaltendem Beifall. Söder bedankte sich zunächst für „die zurückhaltende Rede des Präsidenten“ und witzelte, dass er beim Einmarsch ins Zelt eigentlich den Bayerischen Defiliermarsch erwartet hätte. Man habe ihm allerdings gesagt, der sei nur für den Ministerpräsidenten. Söder: „Ich käm' damit emotional schon zurecht“. Er bezeichnete Deutschland als Stabilitätsanker in Europa. "Europa ist stabil, weil es Deutschland gibt, aber Deutschland geht es so gut, weil es uns Bayern gibt.“ Es müsse endlich eine „ordentliche Begrenzung der Zuwanderung“ geben und der Staat müsse lernen, mit dem, was er hat, auszukommen.

Die Rede von Söder wurde immer wieder durch frenetischen Beifall und Bravo-Rufe unterbrochen. Söder erklärte, dass es keine Steuererhöhungen für Bedienungen geben werde. „Die müssen immer ein schönes Gesicht machen, auch wenn die Gesichtszüge der Gäste im Laufe des Abends nicht mithalten“ so Söder. Er betonte auch, dass Bayern in den letzten drei Jahren 1,5 Milliarden Euro für den Ausbau von schnellem Internet, vor allem auf dem Land, ausgegeben habe. „Wir müssen den digitalen Durchbruch für alle schaffen.“ Ein Gast am Ende der mit minutenlangem Beifall belohnten Rede sagte: „Der hat uns so richtig aus dem Herzen gesprochen.“

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Brandl bei Geschäftsführerin Claudia Heim. Sie wechselt nach Rheinland-Pfalz und wird dort DEHOGA-Landesgeschäftsführerin. Für Söder gab es von Brandl einen Gastro-Führer, für den er sich bedankte. „Ein paar Gutscheine hätten's auch getan.“

ih

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