"Refugees: YOU ARE NOT WELCOME"-Stempel

So absurd reagieren Leute auf den fremdenfeindlichen Fünfer

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München - Eine Frau postet ein Foto von einem Fünf-Euro-Schein. Das, was jemand darauf gestempelt hat, entsetzt die junge Frau. Und es beleidigt jeden Flüchtling. Dennoch ruft die Geschichte absurde Reaktionen hervor.

Auf den Fünf-Euro-Schein, den Corinna in ihrem Portemonnaie hat, hat zuvor jemand einen Spruch gestempelt: "Refugees: YOU ARE NOT WELCOME". Zwischen den Wörtern ist eine Hand, auf der "Stop" steht, gedruckt. Unglaublich.

Die erschrockene Facebook-Userin postet das Foto auf der Facebook-Seite der tz und kommentiert: "Eigentlich sollte man diesen Idioten, die für sowas verantwortlich sind, nicht noch Aufmerksamkeit schenken, aber trotzdem sollten solche Scheine sofort aus dem Verkehr gezogen werden! Ein Appell an alle, die so etwas entdecken!"

Eigentlich müssten sich darüber viele Menschen empören. Doch die Geschichte ruft auch absurde Reaktionen hervor. So wie diese Hassnachricht eines Users an die Autorin des Artikels. Mit Klarnamen und unter Angabe seiner E-Mail-Adresse schreibt Stephan mit einigen Grammatikfehlern:

"Hallo Miriam,

dieser Stempel sollte an allen Euro-Scheinen gedruckt sein - schon von Haus aus. Du bist der einzige Idiot hier im Netz, der das bemängelt. Lass Dich ins Irrenhaus einliefern, Du verdorbene hirngewaschen Dumpfbacke!"

Statt sich zu empören, wünschen sich manche User diesen Stempel

Er ist nicht der Einzige, der so etwas Herablassendes schreibt. Viele User kommentieren, dass sie sich einen solchen Stempel "Refugees: YOU ARE NOT WELCOME"-Stempel wünschen. Und dann kommt das typische Argument, das schon klingt wie eine kaputte Schallplatte, die immer wieder die gleiche Liedstelle abspielt: "Oder ist die Meinungsfreiheit jetzt auch schon abgeschafft in diesem unseren(?) Lande?"

Ein User regt sich auf, weil Facebook-Userin Corinna (die das Bild gepostet hat) die Stempler als "Idioten" bezeichnet: "Die gehoert angezeigt wg Beleidigung!", fordert er. Andere werfen der Fotografin des Geldscheins sogar vor, sich künstlich wichtig zu machen und auf diese Weise neue Facebook-Freunde finden zu wollen. Absurd. 

sah

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