Für 100 Millionen Euro:  Herz des Kreativparks soll wieder schlagen

Im Dornröschenschlaf: Die 1926 erbaute Jutierhalle. Bald soll hier neues Leben einziehen. 

Die denkmalgeschütze, Bauten Jutier- und Tonnenhalle an der Dachauer Straße werden für das Kreativquartier München instandgesetzt und saniert. Zudem entsteht eine Tiefgarage. Das hat der Stadtrat gestern beschlossen. Die Kosten liegen bei 99,4 Millionen Euro.

Der Umbau soll im Frühjahr 2022 beginnen. Die beiden im Jahr 1926 errichteten Industriebauwerke Jutier- und Tonnenhalle stehen seit 1993 unter Denkmalschutz.

Der kulturpolitische Sprecher der SPD, Klaus Peter Rupp, sagte gestern, das sei „genau das, was wir uns für diesen Ort vorstellen: In der Tonnenhalle entsteht Raum für Veranstaltungen. Die Jutierhalle wird Arbeitsort für Künstler sowie Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft.“

Nach einem Haus-im-Haus-Konzept werden die Atelier- und Arbeitsräume in der 2000 Quadratmeter großen Jutierhalle als Raummoduleinheiten von jeweils rund 20 Quadratmetern Einzelgröße erstellt. Insgesamt finden in der Halle 60 Module Platz, von welchen zwei für eine gastronomische Nutzung vorgesehen sind. Die Nutzungen in der Tonnenhalle sind in Einheiten im Gebäude angeordnet. Der große Saal mit rund 780 Quadratmetern und das dem Saal vorgeschaltete, vom Erdgeschoss bis zum Dach offene Foyer bilden den Nutzungsschwerpunkt im Mittelbereich der Halle. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem Gastronomie sowie ein Backstagebereich. Im ersten Obergeschoss sind Verwaltung, ein Aufwärmraum und Künstlergarderoben vorgesehen. Im zweiten Obergeschoss sind ein kleiner Saal, Tanzstudios sowie Lager- und Technikflächen geplant.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) sagte: „Jutier- und Tonnenhalle sind das identitätsstiftende Herzstück des Kreativparks. Es wird Zeit, dass diese großen Hallen endlich genutzt werden.“ Kulturreferent Anton Biebl sprach von einem guten Tag für Kunst- und Kulturschaffende: „Mit der Jutier- und der Tonnenhalle fördert die Stadt bezahlbare und spartenübergreifende Arbeits- und Präsentationsmöglichkeiten. Mitten in München entsteht ein dem Zeitgenössischen verpflichteter Kreativpark, der das Potenzial für nationale und internationale Bedeutung hat.“ 

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